Freitag, 22. Juli 2011

Zweifaches Portal 3

1 Halleluja! Singt dem Herrn ein neues Lied! Sein Lob erschalle in der Gemeinde der Frommen.
2 Israel soll sich über seinen Schöpfer freuen, die Kinder Zions über ihren König jauchzen.
3 Seinen Namen sollen sie loben beim Reigentanz, ihm spielen auf Pauken und Harfen.
4 Der Herr hat an seinem Volk Gefallen, die Gebeugten krönt er mit Sieg. 
5 In festlichem Glanz sollen die Frommen frohlocken, auf ihren Lagern jauchzen:
6 Loblieder auf Gott in ihrem Mund, ein zweischneidiges Schwert in der Hand,
7 um die Vergeltung zu vollziehn an den Völkern, an den Nationen das Strafgericht,
8 um ihre Könige mit Fesseln zu binden, ihre Fürsten mit eisernen Ketten,
9 um Gericht über sie zu halten, so wie geschrieben steht. Herrlich ist das für all seine Frommen. Halleluja!

Donnerstag, 21. Juli 2011

Zweifaches Portal 2

1 Warum toben die Völker, warum machen die Nationen vergebliche Pläne?
2 Die Könige der Erde stehen auf, die Großen haben sich verbündet gegen den Herrn und seinen Gesalbten.
3 «Lasst uns ihre Fesseln zerreißen und von uns werfen ihre Stricke!»
4 Doch er, der im Himmel thront, lacht, der Herr verspottet sie.
5 Dann aber spricht er zu ihnen im Zorn, in seinem Grimm wird er sie erschrecken:
6 «Ich selber habe meinen König eingesetzt auf Zion, meinem heiligen Berg.»
7 Den Beschluss des Herrn will ich kundtun. Er sprach zu mir: «Mein Sohn bist du. Heute habe ich dich gezeugt.
8 Fordre von mir und ich gebe dir die Völker zum Erbe, die Enden der Erde zum Eigentum.
9 Du wirst sie zerschlagen mit eiserner Keule, wie Krüge aus Ton wirst du sie zertrümmern.»
10 Nun denn, ihr Könige, kommt zur Einsicht, lasst euch warnen, ihr Gebieter der Erde!
11 Dient dem Herrn in Furcht und küsst ihm mit Beben die Füße,
12 damit er nicht zürnt und euer Weg nicht in den Abgrund führt. Denn wenig nur und sein Zorn ist entbrannt. Wohl allen, die ihm vertrauen!

Ab 2012 in NRW

In einer Scharade sollen Schüler der Sekundarstufe I und II pantomimisch Begriffe wie „Sado-Maso“, „Orgasmus“ und „Darkroom“ darstellen. Und in Rollenspielen sollen sie ein Coming Out üben, indem sie sich vorstellen, sie würden der Familie beim Abendessen ihre Homosexualität beichten. Außerdem sollen sie probehalber ein lesbisches oder schwules Wochenende planen und dabei die Veranstaltungstipps im Schwulenmagazin „Siegessäule“ benutzen

Mittwoch, 20. Juli 2011

Snippets

Machtvolle Taten vollbringt der Herr, er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind.

Neues (?) aus Gandersheim



Zeit zum lesen...

"richte mich nicht. Richte Gott. Er hat die Welt geschaffen und so eingerichtet, dass Gerechtigkeit von den Ungerechten erlangt, dass das Glück eines Volkes zum Preis der Tränen erworben wird, dass die Freiheit einer Nation - wie die der Menschen - ein auf den Leibern der zum Tode Verurteilten errichtetes Standbild ist..."

aus Elie Wiesel: Die Nacht zu begraben, Elischa

Zweifaches Portal

1 Wohl dem Mann, der nicht dem Rat der Frevler folgt, nicht auf dem Weg der Sünder geht, nicht im Kreis der Spötter sitzt,
2 sondern Freude hat an der Weisung des Herrn, über seine Weisung nachsinnt bei Tag und bei Nacht.
3 Er ist wie ein Baum, der an Wasserbächen gepflanzt ist, der zur rechten Zeit seine Frucht bringt und dessen Blätter nicht welken. Alles, was er tut, wird ihm gut gelingen.
4 Nicht so die Frevler: Sie sind wie Spreu, die der Wind verweht.
5 Darum werden die Frevler im Gericht nicht bestehen noch die Sünder in der Gemeinde der Gerechten.
6 Denn der Herr kennt den Weg der Gerechten, der Weg der Frevler aber führt in den Abgrund.

Dienstag, 19. Juli 2011

ich hätte da auch noch

ein paar unmögliche Forderungen an die DBK:

1. zur Wandlung ausschließlich Châteauneuf-du-Pape verwenden, um die Einheit mit der Kirche, den Bischöfen und natürlich unserem Papst zu stärken.
2. alles nur noch in griechisch oder russisch..., wegen der Ökumene, und zwar sowohl die Messe als auch Katechesen, Gemeindebriefe, Menü beim Gemeindeessen/ Grillen etc.
3. Glückskekse verkaufen anstelle der Beichtgespräche, dadurch würde sich dann auch Punkt 1 finanzieren lassen.
4. Frührente für Häretiker, ab 20
5. Neben den Glückskeksen aktuelle Predigt CD's verkaufen, zur ganzheitlichen Entspannung (und damit sich die Renten der Häretiker zunächst selbst finanzieren, psst)
6. Das vermehrte Knien und Aufstehen als gesundheitlich wertvoll propagandieren. In einem 'gesunden Tempel' fühlt sich der hl. Geist doppelt so wohl...
7. Die Ehe hat sich als unhaltbar erwiesen (siehe Scheidungsrate) 'Hoch lebe der Zölibat!"

Gottesfinsternis 3

1 [Ein Lied. Ein Psalm der Korachiter. Für den Chormeister. Nach der Weise «Krankheit» zu singen. Ein Weisheitslied Hemans, des Esrachiters.]
2 Herr, du Gott meines Heils, zu dir schreie ich am Tag und bei Nacht.
3 Lass mein Gebet zu dir dringen, wende dein Ohr meinem Flehen zu!
4 Denn meine Seele ist gesättigt mit Leid, mein Leben ist dem Totenreich nahe.
5 Schon zähle ich zu denen, die hinabsinken ins Grab, bin wie ein Mann, dem alle Kraft genommen ist.
6 Ich bin zu den Toten hinweggerafft wie Erschlagene, die im Grabe ruhen; an sie denkst du nicht mehr, denn sie sind deiner Hand entzogen.
7 Du hast mich ins tiefste Grab gebracht, tief hinab in finstere Nacht.
8 Schwer lastet dein Grimm auf mir, all deine Wogen stürzen über mir zusammen. [Sela]1
9 Die Freunde hast du mir entfremdet, mich ihrem Abscheu ausgesetzt; ich bin gefangen und kann nicht heraus.
10 Mein Auge wird trübe vor Elend. Jeden Tag, Herr, ruf ich zu dir; ich strecke nach dir meine Hände aus.
11 Wirst du an den Toten Wunder tun, werden Schatten aufstehn, um dich zu preisen? [Sela]
12 Erzählt man im Grab von deiner Huld, von deiner Treue im Totenreich?
13 Werden deine Wunder in der Finsternis bekannt, deine Gerechtigkeit im Land des Vergessens?
14 Herr, darum schreie ich zu dir, früh am Morgen tritt mein Gebet vor dich hin.
15 Warum, o Herr, verwirfst du mich, warum verbirgst du dein Gesicht vor mir?
16 Gebeugt bin ich und todkrank von früher Jugend an, deine Schrecken lasten auf mir und ich bin zerquält.
17 Über mich fuhr die Glut deines Zorns dahin, deine Schrecken vernichten mich.
18 Sie umfluten mich allzeit wie Wasser und dringen auf mich ein von allen Seiten.
19 Du hast mir die Freunde und Gefährten entfremdet; mein Vertrauter ist nur noch die Finsternis.

Gestern geschenkt bekommen

 
damit können die Katastrophen jetzt ruhig kommen :)


Montag, 18. Juli 2011

Snippets

Psalm 112,5
Wohl dem Mann, der gütig und zum Helfen bereit ist, der das Seine ordnet, wie es recht ist.
6 Niemals gerät er ins Wanken; ewig denkt man an den Gerechten.
7 Er fürchtet sich nicht vor Verleumdung; sein Herz ist fest, er vertraut auf den Herrn.
8 Sein Herz ist getrost, er fürchtet sich nie; denn bald wird er herabschauen auf seine Bedränger.
9 Reichlich gibt er den Armen, sein Heil hat Bestand für immer; er ist mächtig und hoch geehrt.
10 Voll Verdruss sieht es der Frevler, er knirscht mit den Zähnen und geht zugrunde. Zunichte werden die Wünsche der Frevler.

Gottesfinsternis 2

1 [Gebet eines Unglücklichen, wenn er in Verzweiflung ist und vor dem Herrn seine Sorge ausschüttet.]
2 Herr, höre mein Gebet! Mein Schreien dringe zu dir.
3 Verbirg dein Antlitz nicht vor mir! Wenn ich in Not bin, wende dein Ohr mir zu! Wenn ich dich anrufe, erhöre mich bald!
4 Meine Tage sind wie Rauch geschwunden, meine Glieder wie von Feuer verbrannt.
5 Versengt wie Gras und verdorrt ist mein Herz, sodass ich vergessen habe, mein Brot zu essen.
6 Vor lauter Stöhnen und Schreien bin ich nur noch Haut und Knochen.1
7 Ich bin wie eine Dohle in der Wüste, wie eine Eule in öden Ruinen.
8 Ich liege wach und ich klage wie ein einsamer Vogel auf dem Dach.
9 Den ganzen Tag schmähen mich die Feinde; die mich verhöhnen, nennen meinen Namen beim Fluchen.
10 Staub muss ich essen wie Brot, mit Tränen mische ich meinen Trank;
11 denn auf mir lasten dein Zorn und dein Grimm. Du hast mich hochgerissen und zu Boden geschleudert.
12 Meine Tage schwinden dahin wie Schatten, ich verdorre wie Gras.
13 Du aber, Herr, du thronst für immer und ewig, dein Name dauert von Geschlecht zu Geschlecht.
14 Du wirst dich erheben, dich über Zion erbarmen; denn es ist Zeit, ihm gnädig zu sein, die Stunde ist da.
15 An Zions Steinen hängt das Herz deiner Knechte, um seine Trümmer tragen sie Leid.
16 Dann fürchten die Völker den Namen des Herrn und alle Könige der Erde deine Herrlichkeit.
17 Denn der Herr baut Zion wieder auf und erscheint in all seiner Herrlichkeit.
18 Er wendet sich dem Gebet der Verlassenen zu, ihre Bitten verschmäht er nicht.
19 Dies sei aufgeschrieben für das kommende Geschlecht, damit das Volk, das noch erschaffen wird, den Herrn lobpreise.
20 Denn der Herr schaut herab aus heiliger Höhe, vom Himmel blickt er auf die Erde nieder;
21 er will auf das Seufzen der Gefangenen hören und alle befreien, die dem Tod geweiht sind,
22 damit sie den Namen des Herrn auf dem Zion verkünden und sein Lob in Jerusalem,
23 wenn sich dort Königreiche und Völker versammeln, um den Herrn zu verehren.
24 Er hat meine Kraft auf dem Weg gebrochen, er hat meine Tage verkürzt.
25 Darum sage ich: Raff mich nicht weg in der Mitte des Lebens, mein Gott, dessen Jahre Geschlecht um Geschlecht überdauern!
26 Vorzeiten hast du der Erde Grund gelegt, die Himmel sind das Werk deiner Hände.
27 Sie werden vergehen, du aber bleibst; sie alle zerfallen wie ein Gewand; du wechselst sie wie ein Kleid und sie schwinden dahin.
28 Du aber bleibst, der du bist, und deine Jahre enden nie.
29 Die Kinder deiner Knechte werden (in Sicherheit) wohnen, ihre Nachkommen vor deinem Antlitz bestehen.

Sonntag, 17. Juli 2011

Endzeitrosenkranz


Drucken

Endzeitrosenkranz mit 21 Verheißungen
1. Dezember 2009, an Signore Silvano Marini, ein mystisch Begnadeter aus Cascia, Italien: "Die Rosa Mystica fleht unter Tränen, diesen Endzeitrosenkranz zu beten, um die schlimme Zeit abzukürzen und den Triumph der Vereinten Herzen und Ihres Unbefleckten Herzens zu beschleunigen!" (Der Rosenkranz besteht aus 7 x 7 kleinen Perlen, 7 großen Perlen und 3 kleinen Perlen.)

Taizé

Lichterfeier vom 16.7.2011

Samstag, 16. Juli 2011

Unterscheidung der Geister 4

Kardinal Bona
Von den göttlichen Antrieben (Kardinal Johannes Bona, 1609 ­ 1674, Zisterzienserabt) Vom göttlichen Geiste. Regeln, um ihn vom teuflischen zu unterscheiden.

Sechs Geister gibt es, die man in drei zusammfassen kann, in den göttlichen, teuflischen, menschlichen.

Unterscheidung der Geister 3

 Das vierte Merkmal ist die Willenshärte oder Verweigerung des Gehorsams gegen die Oberen. Al e jene, die vom teuflischen Geiste beherrscht werden, zeigen eine gewisse Härte des Wil ens, wodurch sie sich entweder offen widersetzen, oder sich nur höchst ungern der Überzeugung, dem Rate, dem Befehle oder Tadel der Diener Gottes fügen, die sie an Gottes Statt leiten. Der Leser wird sich darüber nicht verwundern, wenn er bedenkt, was Cornelius a Lapide zu den Worten des heiligen Paulus: "Was für ein Einklang herrscht zwischen Christus und Belial?" (2 Kor 6,15) bemerkt. "Belial", schreibt er zu diesem Vers, "bedeutet den Teufel, welcher der Fürst jeder Abtrünnigkeit und Unbotmäßigkeit war und als erster Abtrünniger das Joch des Gesetzes, des Glaubens und des Gehorsams gegen Gott abgeschüttelt hat.

Unterscheidung der Geister 2

Die den Merkmalen des göttlichen Geistes entgegengesetzten Kennzeichen des teuflischen Geistes in Bezug auf die Bewegungen und Akte des Willens Teil 1 Das erste Kennzeichen der Einwirkung des bösen Geistes auf unsern Wil en sind Unruhe, Verwirrung und Trübsinn. Al dies steht im direkten Gegensatz zu dem Frieden, den Gott verleiht. Und in der Tat, wenn der Teufel uns offen versucht, so erregt er in uns Gefühle des Hasses, des Unwillens, des Zornes, des Neides, al es trübe und unruhige Leidenschaften; oder er ruft auch in der Seele Begierden nach sinnlichen Ergötzungen, Reichtümern und Ehren hervor, welche mit ihrem blendenden Schein anlocken, aber, wenn man sie nicht hat, uns quälen, und wenn man sie erlangt, uns auf tausenderlei Art beunruhigen, gerade wie die Rosen, deren Anblick so reizend ist, die aber, in die Hand genommen, mit ihren Dornen stechen.

Unterscheidung der Geister

Johannes B. Scaramelli:

Erklärung einiger zweifelhafter Antriebe Wenn deutlich zu erkennen wäre, woher al e Antriebe und inneren Regungen kommen, so wäre die Unterscheidung der Geister etwas Leichtes. "Mancher Weg, der dem Menschen der rechte scheint, führt doch zuletzt zum Tode" (Sprichw. 14,12). Darum hier noch einige Winke zur Unterscheidung dessen, was verdächtig erscheint. Jener Geist, der n ach vollzogener Standeswahl nach einem a nderen Stand s ich sehnt , muss für verdächtig gehalten werden. "Ein jeder bleibe in dem Berufe, in welchen er berufen ward" (1Kor 7,20). Daraus folgt, dass Entschlüsse, seinen Beruf zu verlassen und einen anderen, zurückgezogeneren, strengeren, tätigeren oder frömmeren Stand zu wählen, obwohl sie beim ersten Anblick heilig sind, für gewöhnlich der natürlichen Unbeständigkeit oder teuflischem Betrug zuzuschreiben sind. Es gibt aber Beispiele von großen Heiligen, die zu einem vol kommeneren Stand übergegangen sind.

Freitag, 15. Juli 2011

Gottesfinsternis

1 [Für den Chormeister. Ein Psalm der Korachiter.]
2 Einst hast du, Herr, dein Land begnadet und Jakobs Unglück gewendet,
3 hast deinem Volk die Schuld vergeben, all seine Sünden zugedeckt, [Sela]
4 hast zurückgezogen deinen ganzen Grimm und deinen glühenden Zorn gedämpft.
5 Gott, unser Retter, richte uns wieder auf, lass von deinem Unmut gegen uns ab!1
6 Willst du uns ewig zürnen, soll dein Zorn dauern von Geschlecht zu Geschlecht?
7 Willst du uns nicht wieder beleben, sodass dein Volk sich an dir freuen kann?
8 Erweise uns, Herr, deine Huld und gewähre uns dein Heil!
9 Ich will hören, was Gott redet: Frieden verkündet der Herr seinem Volk und seinen Frommen, den Menschen mit redlichem Herzen. [Sela]
10 Sein Heil ist denen nahe, die ihn fürchten. Seine Herrlichkeit wohne in unserm Land.
11 Es begegnen einander Huld und Treue; Gerechtigkeit und Friede küssen sich.
12 Treue sprosst aus der Erde hervor; Gerechtigkeit blickt vom Himmel hernieder.
13 Auch spendet der Herr dann Segen und unser Land gibt seinen Ertrag.
14 Gerechtigkeit geht vor ihm her und Heil folgt der Spur seiner Schritte.

Donnerstag, 14. Juli 2011

How Great

Volk Gottes 3

1 [Ein Wallfahrtslied Davids.] Seht doch, wie gut und schön ist es, wenn Brüder miteinander in Eintracht wohnen.
2 Das ist wie köstliches Salböl, das vom Kopf hinabfließt auf den Bart, auf Aarons Bart, das auf sein Gewand hinabfließt.
3 Das ist wie der Tau des Hermon, der auf den Berg Zion niederfällt. Denn dort spendet der Herr Segen und Leben in Ewigkeit.

Mittwoch, 13. Juli 2011

Volk Gottes 2

1 [Ein Psalm Davids.] Herr, wer darf Gast sein in deinem Zelt, wer darf weilen auf deinem heiligen Berg?
2 Der makellos lebt und das Rechte tut; der von Herzen die Wahrheit sagt
3 und mit seiner Zunge nicht verleumdet; der seinem Freund nichts Böses antut und seinen Nächsten nicht schmäht;
4 der den Verworfenen verachtet, doch alle, die den Herrn fürchten, in Ehren hält; der sein Versprechen nicht ändert, das er seinem Nächsten geschworen hat;
5 der sein Geld nicht auf Wucher ausleiht und nicht zum Nachteil des Schuldlosen Bestechung annimmt. Wer sich danach richtet, der wird niemals wanken.

Wir sind Helden

Dienstag, 12. Juli 2011

Taizé

 Lichterfeier vom 09.07.2011 

Volk Gottes

1 [Für den Chormeister. Ein Psalm der Korachiter.]
2 Ihr Völker alle, klatscht in die Hände; jauchzt Gott zu mit lautem Jubel!
3 Denn Furcht gebietend ist der Herr, der Höchste, ein großer König über die ganze Erde.
4 Er unterwirft uns Völker und zwingt Nationen unter unsre Füße.
5 Er wählt unser Erbland für uns aus, den Stolz Jakobs, den er liebt. [Sela]
6 Gott stieg empor unter Jubel, der Herr beim Schall der Hörner.
7 Singt unserm Gott, ja singt ihm! Spielt unserm König, spielt ihm!
8 Denn Gott ist König der ganzen Erde. Spielt ihm ein Psalmenlied!
9 Gott wurde König über alle Völker, Gott sitzt auf seinem heiligen Thron.
10 Die Fürsten der Völker sind versammelt als Volk des Gottes Abrahams. Denn Gott gehören die Mächte der Erde; er ist hoch erhaben.

Montag, 11. Juli 2011

Snippets

Neh 8,10 Macht euch keine Sorgen; denn die Freude am Herrn ist eure Stärke.

Visionen des Gottesreiches 3

1 [Ein Psalm zum Dankopfer.] Jauchzt vor dem Herrn, alle Länder der Erde!
2 Dient dem Herrn mit Freude! Kommt vor sein Antlitz mit Jubel!
3 Erkennt: Der Herr allein ist Gott. Er hat uns geschaffen, wir sind sein Eigentum, sein Volk und die Herde seiner Weide. Wir sind sein Eigentum: so nach einigen alten Übersetzungen. Nach anderen alten Übersetzungen: und nicht wir (haben uns erschaffen).
4 Tretet mit Dank durch seine Tore ein! Kommt mit Lobgesang in die Vorhöfe seines Tempels! Dankt ihm, preist seinen Namen!
5 Denn der Herr ist gütig, ewig währt seine Huld, von Geschlecht zu Geschlecht seine Treue.

Samstag, 9. Juli 2011

Die sexualisierte Gesellschaft


Vortrag von Gabriele Kuby am 19. März 20114. Internationaler Kongress Treffpunkt Weltkirche in Würzburg

Visionen des Gottesreiches 2

1 Der Herr ist König: Es zittern die Völker. Er thront auf den Kerubim: Es wankt die Erde.
2 Groß ist der Herr auf Zion, über alle Völker erhaben.
3 Preisen sollen sie deinen großen, majestätischen Namen. Denn er ist heilig.
4 Stark ist der König, er liebt das Recht. Du hast die Weltordnung fest begründet, hast Recht und Gerechtigkeit in Jakob geschaffen.
5 Rühmt den Herrn, unseren Gott; werft euch am Schemel seiner Füße nieder! Denn er ist heilig.
6 Mose und Aaron sind unter seinen Priestern, Samuel unter denen, die seinen Namen anrufen; sie riefen zum Herrn und er hat sie erhört.
7 Aus der Wolkensäule sprach er zu ihnen; seine Gebote hielten sie, die Satzung, die er ihnen gab.
8 Herr, unser Gott, du hast sie erhört; du warst ihnen ein verzeihender Gott, aber du hast ihre Frevel vergolten.
9 Rühmt den Herrn, unsern Gott, werft euch nieder an seinem heiligen Berge! Denn heilig ist der Herr, unser Gott.

Freitag, 8. Juli 2011

Visionen des Gottesreiches

1 Der Herr ist König, bekleidet mit Hoheit; der Herr hat sich bekleidet und mit Macht umgürtet. Der Erdkreis ist fest gegründet, nie wird er wanken.
2 Dein Thron steht fest von Anbeginn, du bist seit Ewigkeit.
3 Fluten erheben sich, Herr, Fluten erheben ihr Brausen, Fluten erheben ihr Tosen.
4 Gewaltiger als das Tosen vieler Wasser, gewaltiger als die Brandung des Meeres ist der Herr in der Höhe.
5 Deine Gesetze sind fest und verlässlich; Herr, deinem Haus gebührt Heiligkeit für alle Zeiten.

Donnerstag, 7. Juli 2011

Snippets

Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; denn sie werden satt werden.

Best Friend

Gottesnähe 3

1 [Für den Chormeister. Mit Saitenspiel. Ein Psalm Davids.]
2 Wenn ich rufe, erhöre mich, Gott, du mein Retter! Du hast mir Raum geschaffen, als mir angst war. Sei mir gnädig und hör auf mein Flehen!
3 Ihr Mächtigen, wie lange noch schmäht ihr meine Ehre, warum liebt ihr den Schein und sinnt auf Lügen? [Sela]
4 Erkennt doch: Wunderbar handelt der Herr an den Frommen; der Herr erhört mich, wenn ich zu ihm rufe.
5 Ereifert ihr euch, so sündigt nicht! Bedenkt es auf eurem Lager und werdet still! [Sela]
6 Bringt rechte Opfer dar und vertraut auf den Herrn!
7 Viele sagen: «Wer lässt uns Gutes erleben?» Herr, lass dein Angesicht über uns leuchten!
8 Du legst mir größere Freude ins Herz, als andere haben bei Korn und Wein in Fülle.
9 In Frieden leg ich mich nieder und schlafe ein; denn du allein, Herr, lässt mich sorglos ruhen.

Mittwoch, 6. Juli 2011

Gottesnähe 2

1 [Für den Chormeister. Ein Psalm Davids.] Herr, du hast mich erforscht und du kennst mich.
2 Ob ich sitze oder stehe, du weißt von mir. Von fern erkennst du meine Gedanken.
3 Ob ich gehe oder ruhe, es ist dir bekannt; du bist vertraut mit all meinen Wegen.
4 Noch liegt mir das Wort nicht auf der Zunge - du, Herr, kennst es bereits.
5 Du umschließt mich von allen Seiten und legst deine Hand auf mich.1
6 Zu wunderbar ist für mich dieses Wissen, zu hoch, ich kann es nicht begreifen.
7 Wohin könnte ich fliehen vor deinem Geist, wohin mich vor deinem Angesicht flüchten?
8 Steige ich hinauf in den Himmel, so bist du dort; bette ich mich in der Unterwelt, bist du zugegen.
9 Nehme ich die Flügel des Morgenrots und lasse mich nieder am äußersten Meer,
10 auch dort wird deine Hand mich ergreifen und deine Rechte mich fassen.
11 Würde ich sagen: «Finsternis soll mich bedecken, statt Licht soll Nacht mich umgeben»,
12 auch die Finsternis wäre für dich nicht finster, die Nacht würde leuchten wie der Tag, die Finsternis wäre wie Licht.
13 Denn du hast mein Inneres geschaffen, mich gewoben im Schoß meiner Mutter.
14 Ich danke dir, dass du mich so wunderbar gestaltet hast. Ich weiß: Staunenswert sind deine Werke.
15 Als ich geformt wurde im Dunkeln, kunstvoll gewirkt in den Tiefen der Erde, waren meine Glieder dir nicht verborgen.
16 Deine Augen sahen, wie ich entstand, in deinem Buch war schon alles verzeichnet; meine Tage waren schon gebildet, als noch keiner von ihnen da war.
17 Wie schwierig sind für mich, o Gott, deine Gedanken, wie gewaltig ist ihre Zahl!
18 Wollte ich sie zählen, es wären mehr als der Sand. Käme ich bis zum Ende, wäre ich noch immer bei dir.
19 Wolltest du, Gott, doch den Frevler töten! Ihr blutgierigen Menschen, lasst ab von mir!
20 Sie reden über dich voll Tücke und missbrauchen deinen Namen.
21 Soll ich die nicht hassen, Herr, die dich hassen, die nicht verabscheuen, die sich gegen dich erheben?
22 Ich hasse sie mit glühendem Hass; auch mir sind sie zu Feinden geworden.
23 Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz, prüfe mich und erkenne mein Denken!
24 Sieh her, ob ich auf dem Weg bin, der dich kränkt, und leite mich auf dem altbewährten Weg!

Kalenderblatt

Erst danach

Wellen der Prüfungen
müssen kommen,
doch danach
folgt dir Stille,
das Erreichen des Zieles-
nachdem viele Gefahren
überstanden
und Ängste
ausgehalten wurden.
(Marianne Kawohl)

Dienstag, 5. Juli 2011

Der schönste Suchbegriff

aus den Bloggerstatistiken:



justitia ich liebe dich 
 
thx :)

Gottesnähe

1 [Für den Chormeister. Ein Weisheitslied der Korachiter.]
2 Wie der Hirsch lechzt nach frischem Wasser, so lechzt meine Seele, Gott, nach dir.
3 Meine Seele dürstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott. Wann darf ich kommen und Gottes Antlitz schauen?
4 Tränen waren mein Brot bei Tag und bei Nacht; denn man sagt zu mir den ganzen Tag: «Wo ist nun dein Gott?»
5 Das Herz geht mir über, wenn ich daran denke: wie ich zum Haus Gottes zog in festlicher Schar, mit Jubel und Dank in feiernder Menge.
6 Meine Seele, warum bist du betrübt und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, meinem Gott und Retter, auf den ich schaue.
7 Betrübt ist meine Seele in mir, darum denke ich an dich im Jordanland, am Hermon, am Mizar-Berg.
8 Flut ruft der Flut zu beim Tosen deiner Wasser, all deine Wellen und Wogen gehen über mich hin.
9 Bei Tag schenke der Herr seine Huld; ich singe ihm nachts und flehe zum Gott meines Lebens.
10 Ich sage zu Gott, meinem Fels: «Warum hast du mich vergessen? Warum muss ich trauernd umhergehen, von meinem Feind bedrängt?»
11 Wie ein Stechen in meinen Gliedern ist für mich der Hohn der Bedränger; denn sie rufen mir ständig zu: «Wo ist nun dein Gott?»
12 Meine Seele, warum bist du betrübt und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, meinem Gott und Retter, auf den ich schaue. 
1 Verschaff mir Recht, o Gott, und führe meine Sache gegen ein treuloses Volk! Rette mich vor bösen und tückischen Menschen!
2 Denn du bist mein starker Gott. Warum hast du mich verstoßen? Warum muss ich trauernd umhergehen, von meinem Feind bedrängt?
3 Sende dein Licht und deine Wahrheit, damit sie mich leiten; sie sollen mich führen zu deinem heiligen Berg und zu deiner Wohnung.
4 So will ich zum Altar Gottes treten, zum Gott meiner Freude. Jauchzend will ich dich auf der Harfe loben, Gott, mein Gott.
5 Meine Seele, warum bist du betrübt und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, meinem Gott und Retter, auf den ich schaue.

Halleluja

Montag, 4. Juli 2011

Gottesgerechtigkeit 3

1 [Von David.] Verschaff mir Recht, o Herr; denn ich habe ohne Schuld gelebt. Dem Herrn habe ich vertraut, ohne zu wanken.
2 Erprobe mich, Herr, und durchforsche mich, prüfe mich auf Herz und Nieren!
3 Denn mir stand deine Huld vor Augen, ich ging meinen Weg in Treue zu dir.
4 Ich saß nicht bei falschen Menschen, mit Heuchlern hatte ich keinen Umgang.
5 Verhasst ist mir die Schar derer, die Unrecht tun; ich sitze nicht bei den Frevlern.
6 Ich wasche meine Hände in Unschuld; ich umschreite, Herr, deinen Altar,
7 um laut dein Lob zu verkünden und all deine Wunder zu erzählen.
8 Herr, ich liebe den Ort, wo dein Tempel steht, die Stätte, wo deine Herrlichkeit wohnt.
9 Raff mich nicht hinweg mit den Sündern, nimm mir nicht das Leben zusammen mit dem der Mörder!
10 An ihren Händen klebt Schandtat, ihre Rechte ist voll von Bestechung.
11 Ich aber gehe meinen Weg ohne Schuld. Erlöse mich und sei mir gnädig!
12 Mein Fuß steht auf festem Grund. Den Herrn will ich preisen in der Gemeinde.

Sonntag, 3. Juli 2011

Wallfahrt nach Soest u. Werl

Hier nun die 2. Fotoreihe:

Soest hat eine sehr interessante Geschichte und  von 10 der im Mittelalter gebauten Kirchen sind noch 7 erhalten. Charakteristisch für Soest ist der grüne Sandstein und das Glockengeläut des Soester Patrokli Doms



Kreuzgang



Das westfälische Abendmahl in der von Protestanten besetzten St. Maria zur Wiese , in der man nicht fotografieren darf...


Werl

1.Mein Favorit...Probstei St. Walburga








Reliquie v. Papst Pius X  :-)

Mittelalterlicher Richterstuhl

Tabernakel
Nun die neue Wallfahrtsbasilika, die ursprüngliche war leider geschlossen, daher keine Fotos :(

Wallfahrtsbasilika Mariä Heimsuchung


Vorbildlich, Franziskaner eben :-P


Gnadenbild

Leider konnte ich die Bilder nicht nachträglich bearbeiten, daher nur eine kleine Auswahl, mehr, zum selberdrehen :), gibt's hier
1. ist aus Kevelaer, 2. aus Werl und Soest

Snippets

denn die Bußzeit hat ein Ende für die Gerechten; die Tage der Buße sind erfüllt für alle Heiligen; für die Heiden aber gibt es eine Buße bis zum Jüngsten Tage. 


dagegen theile es religiösen und gläubigen Menschen mit, die da mit der Furcht Gottes heilig und gerecht leben wollen. Denn nicht umsonst ermahnt der selige Apostel den Timotheus, indem er sagt: [S. 15] „O Timotheus, das Hinterlegte bewahre! Weise zurück die heillosen Wort-Neuerungen und Gegensätze der fälschlich sogenannten Erkenntniß.“  

Niemand täusche euch in irgend welcher Weise; weil, wenn nicht gekommen ist der Abfall vorher und sich geoffenbart hat der Mensch der Sünde, der Sohn des Verderbens, der Widersacher und der sich erhebt über Alles, was Gott genannt wird oder Anbetungsgegenstand ist, so daß er in den Tempel Gottes sich setzt, sich erzeigend, daß er Gott sei.

Taizé

Lichterfeier vom 2.7.2011

Samstag, 2. Juli 2011

Unterscheidung der Geister

(Die „Geister“ in der Bibel

Auch die Heilige Schrift kennt das Wirken des Geistes Gottes und des Ungeistes. Paulus zählt
als Auswirkungen des Heiligen Geistes auf: Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit,
Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung. Dagegen führt der Ungeist zu Unzucht,
Unsittlichkeit, ausschweifendem Leben, Götzendienst, Zauberei, Feindschaften, Streit,
Eifersucht, Jähzorn, Eigennutz, Spaltungen, Parteiungen, Neid und Missgunst, Trink- und
Essgelagen (Gal 5,19-23). Johannes fordert seine Briefadressaten auf: „Traut nicht jedem
Geist, sondern prüft die Geister, ob sie aus Gott sind.“ (1 Joh 4,1) Anscheinend ist nicht soleicht zu erkennen, wohin wir getrieben werden, wohin ein „Geist“ wirklich führt. Wes Geistes Kind bin ich?

Grundlage: die zwei Wege – denn einen dritten gibt es nicht

Von den Anfängen der Mythen und Märchen bis hin zu den „Krieg der Sterne“-Filmen
scheint es ein Gespür im Menschen dafür zu geben, dass es bei aller Vielfalt der
Möglichkeiten letztlich und eigentlich nur zwei Wege gibt: den zum Guten und den zum
Bösen. So beginnt das Buch der Psalmen mit dem „Weg der Gerechten“ und dem „Weg der
Frevler“ (Ps 1). Der Mensch mag bei seiner Entscheidung für den einen oder anderen Weg in
seiner Einsicht und seiner Freiheit eingeschränkt sein – er muss sich dennoch entscheiden.
Auch für Ignatius gibt es letztlich nur diese beiden Möglichkeiten: entweder richtet sich ein
Mensch in seinem Leben grundsätzlich auf Gott hin aus oder er wendet sich von Gott ab.
Diese Grundoption, wie bewusst oder unbewusst auch immer sie sein mag, lässt die „Geister“
entsprechend handeln.)

Das Vokabular des hl. Ignatius: „Trost“ und „Misstrost“

Durch die Grundentscheidung des Menschen ist das Herz, der innere Kern des Menschen,
ähnlich einem Instrument, entsprechend „gestimmt“. Geht eine Anregung von außen oder
innen, ein Impuls, eine Tat usw. in die gleiche Richtung wie die Grundentscheidung, wird das
als Gleichklang empfunden, als Freude, als Ermunterung, als Identitätsgefühl, als „Trost“.
Widerspricht etwas der Grundoption, wird dies als Missklang empfunden, als Trauer, als
Unruhe, als Frustration, als „Misstrost“.

Wenn nun unser Leben auf Gott ausgerichtet ist, dann bringt uns ein „guter“ Geist Friede,
Freude und Ruhe, ein „böser“ Geist aber Beunruhigung, Niedergeschlagenheit und inneren
Aufruhr (er bürstet gegen den Strich). Wenn unser Leben Bösem zugewendet ist, erfreuen und
„trösten“ uns negative, böse und destruktive Gefühle, Taten und Entscheidungen, während
positive, gute und konstruktive Elemente in uns und von außerhalb mit Gewissensbissen
beunruhigen.

Was mache ich damit? – Hinweise des Ignatius

Auf der Basis dieser grundlegenden Einsicht in die Wirkweise der Geister, und wie sie mit
Hilfe von Trost und Misstrost unterschieden werden können, hat Ignatius eine Reihe von
praktischen Tipps und Hinweisen entwickelt:

- Achte auf die Richtung! Trost und Misstrost sind komplexer, als es zunächst aussieht. Die
Grundfrage lautet: Führt mich etwas zu mehr Glauben, Hoffnung und Liebe? Wenn ja,
dann darf ich mich diesem Strom anvertrauen. Werde ich ängstlicher, verzweifelter oder
härter, dann ist Skepsis angesagt.

- In Zeiten des Misstrostes triff keine neue Entscheidung, und ändere frühere, in einer guten
Zeit (Trost) getroffene, nicht. Es geht darum, mich nicht gleich verunsichern zu lassen.
Was ich tun kann: gegensteuern, dagegen halten, aber nicht mit der Brechstange, sondern
mit liebevoller Beharrlichkeit. Wenn ich mich am liebsten ständig zurückziehen würde,
könnte ich versuchen, bewusst auf Menschen zuzugehen. Wenn ich am liebsten das Gebet
bleiben lassen möchte, mich dazu aufraffen. Wenn es mir halbwegs gelingt, die
Ausrichtung meines Herzens auf Gott zu halten, auch wenn ich nichts von Gottes Nähe
„spüre“ und so vieles andere dazwischen tritt, dann wird Gott mich auch durch meine
innere Leere führen.

- In Zeiten des Trostes danke ehrlich, und bitte um Kraft für Zeiten des Misstrostes! Eine
Gefahr besteht darin, dass ich alles Gelingen mir allein zuschreibe, hochmütig werde (und
Hochmut kommt bekantlich vor dem Fall). Anders ist es, wenn ich dafür danke, was ich
durch Gottes Hilfe und Kraft alles erreicht habe: dann bleibe ich auf Gott ausgerichtet.
Diese Erfahrung des Trostes enthüllt eine tiefere Wahrheit: dass Gottes Güte und Treue
uns immer umfasst und wir daraus leben. Lass diese Wahrheit zum Hoffnungsanker für
dich werden, vor allem für schwierigere Zeiten.

- Es ist charakteristisch für Gott, echte innere Zufriedenheit und geistliche Freude zu
geben, Niedergeschlagenheit und Beunruhigung zu bannen. Es ist charakteristisch für den
destruktiven Geist, uns dazu zu führen, dieser Zufriedenheit und dieser Freude durch
falsche und subtile Argumente zu misstrauen. Achte also auf den „Nachgeschmack“ und
vertraue dieser Botschaft.

- Auch in eine Sache, die einen guten Beginn hat, kann sich mit der Zeit Schlechtes
einschleichen. Wir merken dies daran, dass Unruhe, Frustration, Misstrost immer mehr
zunehmen.

- Sei ehrlich zu dir! Ich muss nicht sehenden Auges in Situationen und Bereiche gehen, wo
ich weiß, dass ich schwach bin. Meine Selbsterkenntnis kann ich nüchtern für das Gute
nutzen.

- Vertraue dich einem klugen Menschen an! Schon durch das Erzählen merke ich, wo ich
vielleicht meiner blühenden Phantasie erlegen bin und wie der innere Druck nachlässt.
Oder mein Gegenüber kann mich auf blinde Flecken aufmerksam machen. Gott begegnet
mir auch in meinem Nächsten und gibt mir Hinweise. Natürlich muss es jemand sein, dem
ich ganz vertrauen kann (meine beste Freundin, ein geistlicher Begleiter...).

Zwei ergänzende Hinweise

Wenn von Trost und Misstrost gesprochen wird, dann wird das manchmal als Beschreibung
der momentanen Gefühlslage und Befindlichkeit verstanden. Bin ich jetzt froh? Bin ich jetzt
von Freude erfüllt? Bin ich jetzt in Frieden mit mir selbst? Oder aber: Bin ich jetzt von Unlust
erfüllt? Bin ich jetzt traurig oder frustriert? Das ist aber nicht gemeint. Sondern es geht um
den Nachgeschmack, darum, wie mich bestimmte Taten oder Vorhaben bzw. Vorstellungen
zurücklassen.

Zugefügtes Unrecht, Verletzungen, Leid usw. belasten, behindern die Entfaltung von Leben,
zerstören es manchmal sogar. Misstrost im ignatianischen Sinn ist damit aber nicht identisch.
Trost und Misstrost kommen ins Spiel bei der Frage, wie ich mit einer solchen Situation
umgehe: es kann sich beispielsweise zeigen, dass sich Trost einstellt, wenn ich gegen das
Unrecht angehe. In einer anderen Situation kann sich Trost einstellen, wenn ich verzeihe. In
einer dritten Situation kann sich Misstrost einstellen, wenn ich immer nachgebe. In einer
vierten, wenn ich meine Ablehnung (meinen Hass?) pflege. Trost und Misstrost sind in
belastenden (bösen) Situationen eine Hilfe, um zu erkennen, WIE ich – mir und Gott
entsprechend – mit dieser Situation umgehe. Das gilt natürlich auch für gute, positive
Situationen – und die Beispiele wollen zeigen, dass sich mithilfe dieses Instruments eine
individuelle Antwort ergibt (passend für die Person, um die es geht, und für die Umstände).
© Österreichische Provinz der Gesellschaft Jesu

Snippets

Vorweg ein Spruch den ich gestern in den Gemeindebriefvorlagen gefunden hatte:
Herr, ich weiss nicht, ob ich dich wirklich liebe, oder nur aus Angst dich zu verlieren...(Verfasser unbekannt)

Aus der Abendmesse nun 1.Johannes 4,16 ff

 Wir haben die Liebe, die Gott zu uns hat, erkannt und gläubig angenommen. Gott ist die Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott und Gott bleibt in ihm. 

17 Darin ist unter uns die Liebe vollendet, dass wir am Tag des Gerichts Zuversicht haben. Denn wie er, so sind auch wir in dieser Welt.

18 Furcht gibt es in der Liebe nicht, sondern die vollkommene Liebe vertreibt die Furcht. Denn die Furcht rechnet mit Strafe(,) und wer sich fürchtet, dessen Liebe ist nicht vollendet. 
19 Wir wollen lieben, weil er uns zuerst geliebt hat. 

Freitag, 1. Juli 2011

Gottesgerechtigkeit 2

1 [Ein Psalm Davids.] Dem Herrn gehört die Erde und was sie erfüllt, der Erdkreis und seine Bewohner.
2 Denn er hat ihn auf Meere gegründet, ihn über Strömen befestigt.
3 Wer darf hinaufziehn zum Berg des Herrn, wer darf stehn an seiner heiligen Stätte?
4 Der reine Hände hat und ein lauteres Herz, der nicht betrügt und keinen Meineid schwört.
5 Er wird Segen empfangen vom Herrn und Heil von Gott, seinem Helfer.
6 Das sind die Menschen, die nach ihm fragen, die dein Antlitz suchen, Gott Jakobs. [Sela]
7 Ihr Tore, hebt euch nach oben, hebt euch, ihr uralten Pforten; denn es kommt der König der Herrlichkeit.
8 Wer ist der König der Herrlichkeit? Der Herr, stark und gewaltig, der Herr, mächtig im Kampf.
9 Ihr Tore, hebt euch nach oben, hebt euch, ihr uralten Pforten; denn es kommt der König der Herrlichkeit.
10 Wer ist der König der Herrlichkeit? Der Herr der Heerscharen, er ist der König der Herrlichkeit. [Sela]