Donnerstag, 26. April 2012

MYSTAGOGISCHER LIEBESWEG NACH WILHELM VON SAINT-THIERRY


Von Papst Benedikt XVI
Auszug:
Das im Menschen gegenwärtige Bild Gottes drängt ihn zur Ähnlichkeit, das heißt zu einer immer volleren Identität zwischen seinem Willen und dem Willen Gottes. Diese Vollkommenheit, die Wilhelm „Einheit des Geistes“ nennt, wird nicht durch eine persönliche Anstrengung gewonnen, sondern es bedarf etwas anderem: Sie wird durch das Wirken des Heiligen Geistes erreicht, der seine Wohnstatt in der Seele nimmt und jeden im Menschen gegenwärtigen Schwung der Liebe und jeden Wunsch nach ihr reinigt, aufsaugt und sie in Nächstenliebe verwandelt.
„Es gibt dann eine weitere Ähnlichkeit mit Gott“, so lesen wir im „Goldenen Brief“, „die nicht mehr Ähnlichkeit, sondern Einheit des Geistes genannt wird, wenn ein Mensch eins wird mit Gott, ein Geist, nicht nur durch die Einheit eines identischen Wollens, sondern dadurch, dass er nicht imstande ist, anderes zu wollen. Auf diese Weise verdient es der Mensch, nicht Gott zu werden, sondern das, was Gott ist: Der Mensch wird durch Gnade das, was Gott von Natur her ist“ (alles hier)

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