Sonntag, 8. April 2012

Was bedeutet Ostern

für Sie?
war die Frage eines lokalen Radiosenders an 7 Pastoren (Ev.& Kath.)

Mein Pastor erzählte davon in der Auferstehungsmesse (Heute früh um 5.30 Uhr), seine Antwort war mehr theologisch, andere sagten Dinge wie: Dass Jesus meine Schuld, nicht die der anderen an mir, sondern meine Schuld am Kreuz bezahlt hat.
Jemand anderes erzählte, dass der Auferstehungsglaube ihm bei dem Tod seiner Mutter (als er 20 Jahre alt war) getröstet habe. Was mir besonders gut gefiel: Gelassenheit, weil ich weiss, dass nach den 80 Jahren hier noch mehr kommt und somit nicht alles aus diesem Leben rausholen muss und nicht jeden Ort gesehen haben muss, den man so sehen sollte...

Mir wurde jedenfalls in letzter Zeit und besonders heute in der Messe bewusst, dass ich als Kind sehr wohl geglaubt und gebetet hatte (kath. Omi's und der von Nonnen geführte Kindergaten der Gemiende in der ich jetzt übrigens arbeite, haben wohl was in mir gepflanzt gehabt. Jedenfalls erzählte Oma mir, dass als Spielzeug für arme Kinder zu Weihnachten gesammelt wurde, ich mein Lieblingsspielzeug weggegeben hatte:)), bis ich krank wurde, dann habe ich Gott regelrecht abgesagt und wollte nicht mehr brav/gut sein. Ich war dann freiwillig in schlechte Kreise "eingetreten", (für die ich allerdings nicht schlecht genug war, was sehr schmerzhaft war...) was dazu führte, dass ich letzen Endes so verstrickt in Abhängigkeiten war, aus denen ich selbst nicht mehr rauskam, dass es mich zumindest mal in den Wahnsinn, wenn nicht in den Tod getrieben hätte, hätte Gott mir nicht vergeben und mich aus allem rausgeholt, als ich ihn darum bat/anflehte.

Also war es meine Entscheidung, und die Konsequenzen daraus waren nicht die Schuld von wem auch immer. War ein blödes Gefühl, das ich auch durch erneute Reue und Entschuldigung  die Woche über nicht loswurde.

Dann kam das Gloria, Glockengeläut, die Lichter gingen an, ich bekam Gänsehaut am ganzen Körper und es hielt an, bis wir aufhörten zu singen. Nur Gänsehaut, keine Ahnung (in dem Moment) was das zu bedeuten hatte, keine Vision, keine Entrückung in den Himmel, kein Jubelgefühl, nur Gänsehaut. Allerdings danach eine Zusage oder plötzliche Gewissheit, dass jetzt alles vorbei/ gut ist, so wie nach einem üblen Alptraum, nachdem man sich erstmal orientieren musste wo man sich befindet und was real und was Traum ist, jetzt aber endlich in der Realität angekommen ist.

Dies muss man dann (nur:)) noch im Glauben annehmen/bewahren, ohne zurückzublicken und dann:
Vorbei. Vollbracht. Nicht ich, sondern Er.

Ich denke, das sollte gefeiert werden!

Bin ab Dienstag wieder für euch da :)

Kommentare:

Pro Spe Salutis hat gesagt…

Dann feier mal schön! :-)

Frohe Ostern!

Lauda Sion hat gesagt…

Danke, Dir auch!