Samstag, 30. April 2011

Thank you JP II

Gerade in der Abendmesse, schön oder?? So ungefähr war es auch vor ca. 6 Jahren aufgebaut, als ich zum ersten mal in dieser Kirche war um an der Trauerfeier teilzunehmen. Ich war zwar nicht katholisch etc. aber irgendwie mochte ich 'meinen' Papst und habe den Tag sogar die Abendschule geschwänzt ^^


Ich dachte gerade daran, dass ich vielleicht durch seine Fürbitte später katholisch geworden bin...wer weiss :) Zumindest hat er das Fest der Barmherzigkeit eingeführt, was mir viel bedeutet, dazu morgen dann mehr.
Schöne Kerze


Und er hängt  in Form eines Posters, bestehend aus vielen kleinen Passfotos, seit geraumer Zeit bei mir in der Wohnung rum...

noch ein alter Schinken :)

3. Erscheinung

Plötzlich entstand ein gewaltiges Erdbeben; denn ein Engel des Herrn kam vom Himmel herab, trat an das Grab, wälzte den Stein weg und setzte sich darauf.
Seine Gestalt leuchtete wie ein Blitz und sein Gewand war weiß wie Schnee.
Die Wächter begannen vor Angst zu zittern und fielen wie tot zu Boden.
Der Engel aber sagte zu den Frauen: Fürchtet euch nicht! Ich weiß, ihr sucht Jesus, den Gekreuzigten. 
Er ist nicht hier; denn er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt her und seht euch die Stelle an, wo er lag.
Dann geht schnell zu seinen Jüngern und sagt ihnen: Er ist von den Toten auferstanden. Er geht euch voraus nach Galiläa, dort werdet ihr ihn sehen. Ich habe es euch gesagt.
Sogleich verließen sie das Grab und eilten voll Furcht und großer Freude zu seinen Jüngern, um ihnen die Botschaft zu verkünden. 

 Plötzlich kam ihnen Jesus entgegen und sagte: Seid gegrüßt! Sie gingen auf ihn zu, warfen sich vor ihm nieder und umfassten seine Füße. 

Da sagte Jesus zu ihnen: Fürchtet euch nicht! Geht und sagt meinen Brüdern, sie sollen nach Galiläa gehen und dort werden sie mich sehen.

Freitag, 29. April 2011

Zweite Erscheinung 2

Herr,
danke. dass Du unsere Hindernisse auf dem Weg zu Dir wegnimmst.
Gib uns einen
starken Hunger nach Dir und Deinen Sakramenten. Nimm uns die Angst
vor Deinen, oft unbequemen, Boten.
Stärke unser Bewusstsein für die Verantwortung, die wir haben
und gib uns alles,
was wir benötigen, Dich in der Welt und in der Gemeinde zu bezeugen. 
Danke,
Amen

ein ganz alter Schinken :)

Donnerstag, 28. April 2011

Zweite Erscheinung

Als der Sabbat vorüber war, kauften Maria aus Magdala, Maria, die Mutter des Jakobus, und Salome wohlriechende Öle, um damit zum Grab zu gehen und Jesus zu salben.
Am ersten Tag der Woche kamen sie in aller Frühe zum Grab, als eben die Sonne aufging.
Sie sagten zueinander: Wer könnte uns den Stein vom Eingang des Grabes wegwälzen?
 Doch als sie hinblickten, sahen sie, dass der Stein schon weggewälzt war; er war sehr groß.
Sie gingen in das Grab hinein und sahen auf der rechten Seite einen jungen Mann sitzen, der mit einem weißen Gewand bekleidet war; da erschraken sie sehr. 
Er aber sagte zu ihnen: Erschreckt nicht! Ihr sucht Jesus von Nazaret, den Gekreuzigten. Er ist auferstanden; er ist nicht hier. Seht, da ist die Stelle, wo man ihn hingelegt hatte.
Nun aber geht und sagt seinen Jüngern, vor allem Petrus: Er geht euch voraus nach Galiläa; dort werdet ihr ihn sehen, wie er es euch gesagt hat.
Da verließen sie das Grab und flohen; denn Schrecken und Entsetzen hatte sie gepackt. Und sie sagten niemand etwas davon; denn sie fürchteten sich.
Als Jesus am frühen Morgen des ersten Wochentages auferstanden war, erschien er zuerst Maria aus Magdala, aus der er sieben Dämonen ausgetrieben hatte.
 Sie ging und berichtete es denen, die mit ihm zusammen gewesen waren und die nun klagten und weinten.
Als sie hörten, er lebe und sei von ihr gesehen worden, glaubten sie es nicht.

Mittwoch, 27. April 2011

Erste Erscheinung 2

Herr, heiliger Geist,
bitte leite uns in die ganze Wahrheit. Hilf uns erkennen, 
wenn Du Nahe bist.
Und mach uns sensibel um Deine Stimme/ Deinen Ruf wahrzunehmen.
Amen

jubilate coeli

Dienstag, 26. April 2011

Erste Erscheinung

Heute, zum aufwären, nochmal der letzte Impuls:

Er erschien der Jungfrau Maria, denn obwohl dies in der Schrift nicht gesagt wird, wird es für gesagt gehalten, wenn sie sagt, dass er so vielen anderen erschienen ist.
Die Schrift setzt vorraus, dass wir Verstand haben (Mk8, 17)

Morgen Abend, wie gewohnt, das Gebet daraus.
Eine gesegnete Woche allen!!

Montag, 25. April 2011

Islamophobie

möchte ich gleich mal festhalten (HD an Giovanni)

Islamkritiker verwenden auch Argumente. Sind die irrational?
Sie stützen sich teils auf reale Gegebenheiten, aber eigentlich geht es nicht um Argumente, sondern um die Rechtfertigung ihrer eigenen Haltung. Es ist irrational, nur deswegen, weil Christen in Ägypten ermordet werden, in jedem Muslim in Österreich eine Bedrohung zu sehen. Ebenso haben auch Christen Muslime erschlagen. Natürlich gibt es Herausforderungen für das Zusammenleben, aber hier bauscht man Gefahren auf, um im Islam nur mehr die Bedrohung zu sehen.
Man trifft auf solche Argumente auch unter Katholiken.
Es gibt Katholiken, die darauf pochen, dass sie katholisch sind, und Sprüche klopfen, die klar dem Zweiten Vatikanischen Konzil und den Aussagen von Papst Johannes Paul II. und Benedikt XVI. widersprechen. Es ist unglaublich, mit welchem Fanatismus sie die katholische Lehre vergewaltigen, um ihre eigene Islamophobie zu rechtfertigen und sich ihre politischen Motive nicht einzugestehen. Auch das ist irrational. Gerade die letzten beiden Päpste haben unmissverständlich gegenüber dem Islam das Gemeinsame über das Trennende gestellt und Toleranz gefordert.
Religionsfeindlichkeit ist für Sie die zweite Wurzel der Islamophobie.
Für jemanden, der vom Ende der Religionen träumt, wird es bedrohlich, wenn ein junger Mensch fünf Mal am Tag betet. Gerade der junge Islam in Europa zeigt Begabung, Intellekt und Zukunft. Der antireligiöse Effekt entsteht aus der narzisstischen Kränkung des Rationalismus darüber, dass die Religion in der Postmoderne nicht untergegangen ist. Man fühlt sich dann von jedem bedroht, der an etwa Höheres glaubt. Wenn diese Unterwerfung zu einer Ordnung im Leben führt, verstärkt das noch die Bedrohlichkeit, weil es bedeutet, dass Religion mehr ist als nur ein sentimentales Gefühl. Besonders irritierend ist es, dass junge Menschen freiwillig, von sich aus religiös sind, vor allem für Leute, die darin nur eine Unterdrückung sehen.
Auch Sigmund Freud hat Religion als kollektive Zwangsneurose bezeichnet, die durch die Psychoanalyse überflüssig geworden ist.
Wenn Religion dem Menschen gemäß ist, führt die Unterwerfung zu einer Befreiung, weil sie etwa von kurzfristiger Triebbefriedigung wegführt und langfristiges Glück ermöglicht. Religion ist immer gesammelte Weisheit der Lebensgestaltung, in der sich die Lebenserfahrung von hunderten Generationen niederschlägt. Mittlerweile gibt es wissenschaftliche Evidenz darüber, dass Religiosität dem Menschen gut tut.
Wie entsteht dann Extremismus?
Fehlformen von Religiosität bauen eine Ideologie auf – als Religionsersatz. Ich spreche von "extrinsischer" Religiosität. Sie sucht über Religiosität den persönlichen Vorteil und will sagen: "Ich bin besser als die Anderen." Das ist Religion im Dienste der Ich-Erhöhung. Da ist es eine narzisstische Kränkung, wenn sich das idealisierte Selbst vom realen Selbst unterscheidet. Man sucht dafür die Schuld bei den Anderen. Extremisten missbrauchen die Religion zur Selbsterhöhung.

Taizé

...diesmal mit etwas Verspätung, weil im Ausnahmezustand - Ostern ist dieses Jahr durch die Beschäftigung mit meiner Vergangenheit in der Fastenzeit, sehr intensiv und anschaulich geworden...Ab morgen geht'S dann wie gewohnt mit Betrachtungen und Gebet weiter.
Mindestens eine Neuerung wird's auch noch geben, verrate ich aber noch nicht :)


Lichterfeier vom 23.04.2011

Sonntag, 24. April 2011

Ostern!

Unsere Osternachtsfeier, fand heute um 5 Uhr morgens statt (also in der Nacht hin und bei Sonnenaufgang aus der Kirche kommend)
Das war schon toll, aber auch die Lesungen, Predigt, Liturgie, die Lieder, alles war so schön, dass ich schon fast Tränen in den Augen hatte.

Dann wurde noch ein Mann, ca. 40 Jahre alt, getauft.
Er kam ursprünglich aus Kasachstan, in seinem Dorf war weit und breit kein Priester in seiner Nähe, aber er wollte unbedingt getauft werden. Als er dann in die Armee kam sagte ihm ein Priester dort, um getauft zu werden müsse er ein Jahr lang jeden Sonntag zur Messe gehen.
Sonntags aber, an seinem einzigen freien Tag, fuhr er seine Eltern im Dorf besuchen ->keine Kirche/Priester.
2001 kam er mit seiner Familie hierher und heute wurde heute endlich getauft ;-) *schnief*
Hoffentlich hat es die ein oder anderen wachgerüttelt, denen alles so selbstverständlich ist, oder die ihren Taufbund einfach nicht zu schätzen wissen...

Danach gab's Frühstück im Garten, in Anklang an die Schöpfungsgeschichte mit Kater, (der mit Fell) vogelgezwitscher und Sonnenaufgang.
Paradiesisch. Leider hört man die Vögelchen im Video nicht was eigentlich Sinn der Sache war...
video
Eier, Kaffee, Osterlamm, Katechese vom Papst :)
was? Foto? hier! hier...
 Osterlämmer oder Hasen und Eier ins Körbchen legen kann ja jeder :-P

Zum Schluss noch ein, wie ich finde, sehr schönes Osterbild:
der 'Baum des Lebens', Jesus, verschlingt den Tod :)

 Frohe Ostern !!!

P.S.: zur Erinnerung heute gibt's :)

Donnerstag, 21. April 2011

Ich bin dann mal weg...

Bis bald!

Johannes 13:1-15

Es war vor dem Paschafest. Jesus wusste, dass seine Stunde gekommen war, um aus dieser Welt zum Vater hinüberzugehen. Da er die Seinen, die in der Welt waren, liebte, erwies er ihnen seine Liebe bis zur Vollendung. Es fand ein Mahl statt, und der Teufel hatte Judas, dem Sohn des Simon Iskariot, schon ins Herz gegeben, ihn zu verraten und auszuliefern. Jesus, der wusste, dass ihm der Vater alles in die Hand gegeben hatte und dass er von Gott gekommen war und zu Gott zurückkehrte, stand vom Mahl auf, legte sein Gewand ab und umgürtete sich mit einem Leinentuch. Dann goss er Wasser in eine Schüssel und begann, den Jüngern die Füße zu waschen und mit dem Leinentuch abzutrocknen, mit dem er umgürtet war. Als er zu Simon Petrus kam, sagte dieser zu ihm: Du, Herr, willst mir die Füße waschen? Jesus antwortete ihm: Was ich tue, verstehst du jetzt noch nicht; doch später wirst du es begreifen. Petrus entgegnete ihm: Niemals sollst du mir die Füße waschen! Jesus erwiderte ihm: Wenn ich dich nicht wasche, hast du keinen Anteil an mir. Da sagte Simon Petrus zu ihm: Herr, dann nicht nur meine Füße, sondern auch die Hände und das Haupt. Jesus sagte zu ihm: Wer vom Bad kommt, ist ganz rein und braucht sich nur noch die Füße zu waschen. Auch ihr seid rein, aber nicht alle. Er wusste nämlich, wer ihn verraten würde; darum sagte er: Ihr seid nicht alle rein.  Als er ihnen die Füße gewaschen, sein Gewand wieder angelegt und Platz genommen hatte, sagte er zu ihnen: Begreift ihr, was ich an euch getan habe? Ihr sagt zu mir Meister und Herr und ihr nennt mich mit Recht so; denn ich bin es. Wenn nun ich, der Herr und Meister, euch die Füße gewaschen habe, dann müsst auch ihr einander die Füße waschen. Ich habe euch ein Beispiel gegeben, damit auch ihr so handelt, wie ich an euch gehandelt habe.
  • Begreife ich was das bedeutet, wenn Jesus deutlich macht, dass Petrus keine angemessene Einstellung hat, wenn er Jesus sozusagen auf den Sockel stellt?
  • Ich kann mich heute in diesen Gedanken vertiefen und schauen, was das für mich bedeutet.

Mittwoch, 20. April 2011

Der Kreuzweg

der Blogoezese :)

Mit <3 Dank an Andreas für Idee und Umsetzung

Matthäus 26:14-25

Darauf ging einer der Zwölf namens Judas Iskariot zu den Hohenpriestern und sagte: Was wollt ihr mir geben, wenn ich euch Jesus ausliefere? Und sie zahlten ihm dreißig Silberstücke. Von da an suchte er nach einer Gelegenheit, ihn auszuliefern.  Am ersten Tag des Festes der Ungesäuerten Brote gingen die Jünger zu Jesus und fragten: Wo sollen wir das Paschamahl für dich vorbereiten? Er antwortete: Geht in die Stadt zu dem und dem und sagt zu ihm: Der Meister lässt dir sagen: Meine Zeit ist da; bei dir will ich mit meinen Jüngern das Paschamahl feiern. Die Jünger taten, was Jesus ihnen aufgetragen hatte, und bereiteten das Paschamahl vor.  Als es Abend wurde, begab er sich mit den zwölf Jüngern zu Tisch. Und während sie aßen, sprach er: Amen, ich sage euch: Einer von euch wird mich verraten und ausliefern. Da waren sie sehr betroffen und einer nach dem andern fragte ihn: Bin ich es etwa, Herr? Er antwortete: Der, der die Hand mit mir in die Schüssel getaucht hat, wird mich verraten. Der Menschensohn muss zwar seinen Weg gehen, wie die Schrift über ihn sagt. Doch weh dem Menschen, durch den der Menschensohn verraten wird. Für ihn wäre es besser, wenn er nie geboren wäre. Da fragte Judas, der ihn verriet: Bin ich es etwa, Rabbi? Jesus sagte zu ihm: Du sagst es. 

  • Ich versuche mich in die Betroffenheit der festlichen Gemeinschaft hinein zu versetzen. Wie mögen die Jünger reagiert haben auf die schockierende Ankündigung eines beispiellosen Vertrauensbruchs?
  • Was mag Judas gefühlt haben, als Jesus ihm auf den Kopf zusagte, dass er der Verräter sei?
  • Wie würde ich wohl reagieren, wenn jemand, mit dem ich so lange unterwegs war, die Gemeinschaft aufkündigt und alles verrät, worauf wir gehofft und woran wir geglaubt haben?

Dienstag, 19. April 2011

Der verdorrte Baum

Eine Fabel

Ein Gärtner, der mit strenger Hand
An seinen Bäumen schnitt und band,
Und wenn er wilde Zweige fand,
Sogleich von innerm Zorn entbrannt,
Den Bäumchen drohete, den Übermuth zu zwingen,
In eine Hecke sie zu bringen.
Der Gärtner, als er putzt und hieb,
Fand auch ein Bäumchen schlank und zart,
Von schönem Wuchs, und seltner Art,
Das aller Kenner Urtheil nach,
Ihm Frucht und Schatten früh versprach,
Das aber ihm zu hitzig trieb.
Da holt' er Binsen sich, und bald
Band er mit grausamer Gewalt
Den wilden Zögling fest an eine Stange.

Das arme Bäumchen, ach! es stand
Betrübt, und schmachtete so lange,
Bis es verdorrt an seiner Stange
Der weise Gärtner fand.

*
*                    *

Muß man, der Wildheit vorzubaun,
Die Lebensgeister dann ersticken? - -
So sah ich manch Genie erdrücken,
Das (Gott verzeih's dem Pädagogen,
Der es zu einem Nichts erzogen!)
Geschaffen ward, mit Schatten zu erfreun,
Mit Früchten süß und rein,
Den müden Wandrer zu erquicken

  Karoline Rudolphi(1754-1811)

 


Johannes 13:31-33, 36-38

Als Judas hinausgegangen war, sagte Jesus: Jetzt ist der Menschensohn verherrlicht und Gott ist in ihm verherrlicht. Wenn Gott in ihm verherrlicht ist, wird auch Gott ihn in sich verherrlichen, und er wird ihn bald verherrlichen. Meine Kinder, ich bin nur noch kurze Zeit bei euch. Ihr werdet mich suchen, und was ich den Juden gesagt habe, sage ich jetzt auch euch: Wohin ich gehe, dorthin könnt ihr nicht gelangen. Ein neues Gebot gebe ich euch: Liebt einander! Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben. Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid: wenn ihr einander liebt.  Simon Petrus sagte zu ihm: Herr, wohin willst du gehen? Jesus antwortete: Wohin ich gehe, dorthin kannst du mir jetzt nicht folgen. Du wirst mir aber später folgen. Petrus sagte zu ihm: Herr, warum kann ich dir jetzt nicht folgen? Mein Leben will ich für dich hingeben. Jesus entgegnete: Du willst für mich dein Leben hingeben? Amen, amen, das sage ich dir: Noch bevor der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen. 

  • Die realistische Prognose von Jesus muss für die Begeisterung des Petrus sehr ernüchternd gewesen sein.
  • Habe auch ich schon einmal in Momenten von existentieller Bedeutung das Auseinanderklaffen von Wollen und Können erfahren? Dass ich mich voller Begeisterung für etwas einsetzen wollte und dann doch gescheitert bin?
  • Die Geschichte des Petrus hat auch etwas Tröstliches: Jesus kennt uns Menschen und unsere Neigung zur Selbstüberschätzung. Gerade deshalb auch verurteilt er nicht.

Montag, 18. April 2011

Johannes 12:1-6

Sechs Tage vor dem Paschafest kam Jesus nach Betanien, wo Lazarus war, den er von den Toten auferweckt hatte. Dort bereiteten sie ihm ein Mahl; Marta bediente und Lazarus war unter denen, die mit Jesus bei Tisch waren. Da nahm Maria ein Pfund echtes, kostbares Nardenöl, salbte Jesus die Füße und trocknete sie mit ihrem Haar. Das Haus wurde vom Duft des Öls erfüllt. Doch einer von seinen Jüngern, Judas Iskariot, der ihn später verriet, sagte: Warum hat man dieses Öl nicht für dreihundert Denare verkauft und den Erlös den Armen gegeben? Das sagte er aber nicht, weil er ein Herz für die Armen gehabt hätte, sondern weil er ein Dieb war; er hatte nämlich die Kasse und veruntreute die Einkünfte.

  • Diese wunderbare Szene zeigt einen Jesus, der so gar nichts von verbissener Bescheidenheit und Askese, von Leibfeindlichkeit und sinnenferner Strenge an sich hat. Ein Jesus, der Ja sagt zur Schönheit, zu Gesten der Sinnlichkeit und Zärtlichkeit.
  • Wie komme ich mit diesen Bildern zurecht? Welchen Stellenwert haben Lebenslust und Sinnlichkeit in meinem Leben? Und in meinem Glaubensleben?
  • Ich kann meine Fragen und Irritationen – gerade in diesen letzten Tagen der Fastenzeit - im Gebet vor Jesus bringen.

Freitag, 15. April 2011

Marias Passion

Johannes 10:31-38

Da hoben die Juden wiederum Steine auf, um ihn zu steinigen. Jesus hielt ihnen entgegen: Viele gute Werke habe ich im Auftrag des Vaters vor euren Augen getan. Für welches dieser Werke wollt ihr mich steinigen? Die Juden antworteten ihm: Wir steinigen dich nicht wegen eines guten Werkes, sondern wegen Gotteslästerung; denn du bist nur ein Mensch und machst dich selbst zu Gott. Jesus erwiderte ihnen: Heißt es nicht in eurem Gesetz: Ich habe gesagt: Ihr seid Götter? Wenn er jene Menschen Götter genannt hat, an die das Wort Gottes ergangen ist, und wenn die Schrift nicht aufgehoben werden kann, dürft ihr dann von dem, den der Vater geheiligt und in die Welt gesandt hat, sagen: Du lästerst Gott - weil ich gesagt habe: Ich bin Gottes Sohn? Wenn ich nicht die Werke meines Vaters vollbringe, dann glaubt mir nicht. Aber wenn ich sie vollbringe, dann glaubt wenigstens den Werken, wenn ihr mir nicht glaubt. Dann werdet ihr erkennen und einsehen, dass in mir der Vater ist und ich im Vater bin.


  • Die Botschaft von Jesus war eine Bedrohung für die Menschen seiner Zeit und ist immernoch.         Was muss sich bei mir ändern, damit ich akzeptieren kann, was Jesus verkündet?
  • Jesus berichtet von der Würde, die ich als Kind Gottes habe. Ich bete heute für Menschen, die unter Ungerechtigkeit leiden.
  • Ich überlege mir, was ich tun kann, um dieser Würde Ausdruck zu verleihen.

Donnerstag, 14. April 2011

As one who has slept

Gebet zum hl. Geist

(Als Tagesimpuls)

Komm, Heiliger Geist, in unsere Herzen und entzünde in ihnen das Feuer Deiner Liebe.

Komm, Heiliger Geist, und gib uns die Gnade, die Heilige Schrift wieder und wieder zu lesen, damit wir uns liebend und tätig an die Christusereignisse erinnern und sie in unserem Leben neu zum Ausdruck bringen.

Und gib uns, wir bitten Dich, eine noch größere Gnade: dass wir das Wirken Gottes in der sichtbaren und geschichtlich tätigen Kirche erfassen.

Lass uns sehen, wie in ihr das Erbarmen Gottes in Jesus zugegen ist, lass uns die Kirche als den Leib Christi erfahren, als sein Mit-uns-gehen bis ans Ende der Zeiten.

Carlo Kardinal Martini SJ

Mittwoch, 13. April 2011

Johannes 8:31-42

Da sagte er zu den Juden, die an ihn glaubten: Wenn ihr in meinem Wort bleibt, seid ihr wirklich meine Jünger. Dann werdet ihr die Wahrheit erkennen und die Wahrheit wird euch befreien. Sie erwiderten ihm: Wir sind Nachkommen Abrahams und sind noch nie Sklaven gewesen. Wie kannst du sagen: Ihr werdet frei werden? Jesus antwortete ihnen: Amen, amen, das sage ich euch: Wer die Sünde tut, ist Sklave der Sünde. Der Sklave aber bleibt nicht für immer im Haus; nur der Sohn bleibt für immer im Haus. Wenn euch also der Sohn befreit, dann seid ihr wirklich frei. Ich weiß, dass ihr Nachkommen Abrahams seid. Aber ihr wollt mich töten, weil mein Wort in euch keine Aufnahme findet. Ich sage, was ich beim Vater gesehen habe, und ihr tut, was ihr von eurem Vater gehört habt. Sie antworteten ihm: Unser Vater ist Abraham. Jesus sagte zu ihnen: Wenn ihr Kinder Abrahams wärt, würdet ihr so handeln wie Abraham. Jetzt aber wollt ihr mich töten, einen Menschen, der euch die Wahrheit verkündet hat, die Wahrheit, die ich von Gott gehört habe. So hat Abraham nicht gehandelt. Ihr vollbringt die Werke eures Vaters. Sie entgegneten ihm: Wir stammen nicht aus einem Ehebruch, sondern wir haben nur den einen Vater: Gott. Jesus sagte zu ihnen: Wenn Gott euer Vater wäre, würdet ihr mich lieben; denn von Gott bin ich ausgegangen und gekommen. Ich bin nicht in meinem eigenen Namen gekommen, sondern er hat mich gesandt.
  • Die Wahrheit wird Euch befreien. Ist das schon meine Erfahrung dass die Wahrheit, die Jesus bringt, mich frei macht? Und was für einen Wahrheit und Freiheit ist das?
  • Jesus, lass mich dankbar für die Freiheit sein, die ich habe, und auch wach werden und bleiben, um Freiheit in Deiner Welt zu verteidigen und zu fördern, wo ich kann. Lass mich gute Wege finden, Deine Wahrheit weiter zu reichen.

Dienstag, 12. April 2011

Betrachtung und Impulse

zum Tagesevangelium (jesuitisch)

Johannes 8:21-27

Ein andermal sagte Jesus zu ihnen: Ich gehe fort und ihr werdet mich suchen und ihr werdet in eurer Sünde sterben. Wohin ich gehe, dorthin könnt ihr nicht gelangen. Da sagten die Juden: Will er sich etwa umbringen? Warum sagt er sonst: Wohin ich gehe, dorthin könnt ihr nicht gelangen? Er sagte zu ihnen: Ihr stammt von unten, ich stamme von oben; ihr seid aus dieser Welt, ich bin nicht aus dieser Welt. Ich habe euch gesagt: Ihr werdet in euren Sünden sterben; denn wenn ihr nicht glaubt, dass ich es bin, werdet ihr in euren Sünden sterben. Da fragten sie ihn: Wer bist du denn? Jesus antwortete: Warum rede ich überhaupt noch mit euch? Ich hätte noch viel über euch zu sagen und viel zu richten, aber er, der mich gesandt hat, bürgt für die Wahrheit, und was ich von ihm gehört habe, das sage ich der Welt. Sie verstanden nicht, dass er damit den Vater meinte.

  • Die Fastenzeit kann ich als Einladung verstehen, der Antwort auf die Frage „Wer bist du denn?" einen Schritt näher zu kommen..
  • Wie weit helfen mir kluge Bücher, oder Kommentare zum Evangelium, oder die spirituellen Impulse von Sacred Space? Und wie weit ist diese Frage mein wirkliches eigenes Anliegen: Wer bist Du, Jesus, für mich? Ich kann sie heute durch meinen Tag nehmen und mir immer wieder sagen.

Gebet

Sonntag, 10. April 2011

Sonntags-Schmankerl



Taizé

 Lichterfeier 09.04.2011

Andachtsübung - letzter Tag

Wenn du diese Andachtsübung mit großer Treue innehältst, wirst du in der Zeit eines Monats dem Heiland mehr Ehre erweisen, als durch irgend eine andere Übung in mehreren Jahren, mag sie auch größere Opfer von dir fordern und mit Schwierigkeiten aller Art verbunden sein. Folgende Gründe mögen dich davon überzeugen:

1. Wenn du deine Handlungen durch die allerseligste Jungfrau verrichtest, wie es diese Andacht lehrt, so verzichtest du auf deine eigenen, wenn auch noch so guten Absichten und Wünsche, um dich sozusagen ganz in den ihrigen zu verlieren, mögen sie dir auch völlig unbekannt bleiben. Dadurch erhältst du Anteil an den erhabensten Absichten Mariæ, die schon auf Erden so rein waren, dass Gott durch die geringste ihrer Handlungen, z.B. durch das Drehen der Spindel oder durch einen Nadelstich, mehr Ehre erwies, als ein hl. Laurentius durch seine grausamen Martern auf glühendem Rost, und sogar mehr als alle Heiligen durch ihre heldenmütigsten Tugendakte. Die allerseligste Jungfrau hat dadurch während ihres Erdenwallens eine unaussprechliche Fülle von Gnaden und Verdiensten erworben, sodass man eher die Sterne am Himmel, die Tropfen im Meere, oder die Sandkörner an seinem Gestade zählen könnte, als ihre Verdienste und Gnaden. Ja, Maria hat Gott mehr Ehre erwiesen als alle Engel und Heiligen ihm je erwiesen haben und ihm auch in alle Zukunft erweisen werden. O welches Wunder bist du, Maria! Daher vermagst du auch Wunder der Gnade hervorzubringen in den Seelen, die den Willen haben, sich ganz in dir zu verlieren.

2. Weil eine treue Seele durch diese Andachtsübung ihr eigenes Denken und Können verachtet, vielmehr, um sich Jesus zu nähern und mit ihm zu reden, ihre Stütze und ihr Wohlgefallen nur in den Gesinnungen Mariæ sucht, so übt sie die Demut in viel höherem Grade, als jene Seelen, die aus sich selbst handeln und sich unwillkürlich auf ihre eigenen Anlagen stützen. Daher verherrlicht auch eine solche Seele auf viel höhere Weise den lieben Gott, der nur durch die Demütigen und die Armen im Geiste vollkommen verherrlicht wird.

3. Die allerseligste Jungfrau nimmt ferner in ihrer großen Liebe das Geschenk unserer Handlungen gern in ihre jungfräulichen Hände und verleiht ihnen dann bewunderungswürdige Schönheit und herrlichsten Glanz. So bietet sie diese selbst ihrem göttlichen Sohne Jesus Christus an, wodurch unser Herr gewiss mehr geehrt wird, als wenn wir sie ihm unmittelbar mit unseren sündhaften Händen darbieten würden.

4. Du denkst schließlich niemals an Maria, ohne dass sie statt deiner an Gott denkt, niemals lobst und ehrst du Maria, ohne dass sie dasselbe Gott gegenüber tut. Maria steht in innigster Beziehung zu Gott, ja ich möchte sie fast die Beziehung Gottes selbst nennen. Sie existiert überhaupt nur in Beziehung auf Gott, ist gleichsam das Echo Gottes, aus dem nur Gott klingt und widerhallt. Wenn du „Maria“ sagst, sagt sie „Gott“. Die hl. Elisabeth lobte Maria und pries sie selig, weil sie geglaubt hatte. Aus dem getreuen Echo Gottes hallte es wider: „Magnificat anima mea Dominum“ - „hoch preist meine Seele den Herrn“.

Was Maria bei dieser Gelegenheit getan hat, das tut sie immer: wenn man sie lobt, liebt, verehrt oder ihr etwas schenkt, so wird Gott gelobt, geliebt und verherrlicht, so wird Gott etwas geschenkt durch und in Maria.

Hl. Ludwig Maria Grignion von Montfort (1673-1716)

Samstag, 9. April 2011

As I Kneel

Pinguine :)

Liebe zur Ewigen Weisheit



Maria ist der heilige Magnet, der überall, wo er ist, die Ewige Weisheit so heftig anzieht, dass sie nicht widerstehen kann. Dieser Magnet hat die Ewige Weisheit für alle Menschen auf die Erde herabgezogen und er zieht sie noch tagtäglich in jeden einzelnen herab, in dem er sich befindet.

Ist Maria einmal in uns, so erlangen wir durch ihre Vermittlung leicht und in kurzer Zeit die göttliche Weisheit. Von allen Mitteln, Jesus Christus zu besitzen, ist Maria das sicherste, das leichteste, das kürzeste und das heiligste.

Wenn wir die schwersten Bußwerke verrichteten, die beschwerlichsten Reisen und härtesten Arbeiten unternähmen, ja sogar all unser Blut vergössen, um die Ewige Weisheit zu erlangen, aber die Fürbitte Mariæ und die Andacht zu ihr würde sich nicht zu all diesen Anstrengungen gesellen, so wären sie unnütz und unfähig, uns die Weisheit zu erlangen. Wenn aber Maria ein Wort für uns einlegt, wenn ihre Liebe in uns ist, wenn wir gezeichnet sind mit dem Merkmal ihrer treuen Diener, die ihre Wege bewahren, dann werden wir bald und mit wenig Aufwand die göttliche Weisheit besitzen.
 
Hl. Ludwig Maria Grignion von Montfort (1673-1716)

Freitag, 8. April 2011

Geheimnis Mariæ



Wie Maria in unseren Seelen zum Leben und zur Herrschaft gelangt

Auserwählte Seele, hast du durch die Wirkung des Heiligen Geistes begriffen, was ich dir soeben gesagt habe? Danke Gott dafür; denn es ist ein den meisten unbekanntes Geheimnis. Wenn du den im Acker Mariæ verborgenen Schatz gefunden hast, von der das Evangelium redet, so verkaufe alles, was du hast, um sie zu erwerben. Bringe dich selbst als Opfer dar, lege es in die Hände Mariæ und verliere dich ganz in ihr, um daselbst Gott allein zu finden.

Wenn der Heilige Geist in deine Seele den wahren Baum des Lebens gepflanzt hat - das ist die Andacht, welche ich soeben erklärt habe -, so musst du allen Fleiß anwenden, um ihn zu pflegen, damit er zur rechten Zeit Früchte bringe. Diese Andacht ist das Senfkörnlein, von dem es im Evangelium heißt, dass es zwar das kleinste Samenkorn ist, aber dennoch zu einem großen Baume heranwächst, dass die Vögel des Himmels, d.h. die Auserwählten, in seinen Zweigen sich einnisten, bei der Hitze der Sonne in seinem Schatten ausruhen und sich dort vor den wilden Tieren in Sicherheit bringen.

Wie ist dieser Baum des Lebens zu pflegen?

    1. Ist dieser Baum erst einmal in einem getreuen Herzen gepflanzt, so will er in freier Luft und ohne menschliche Stütze wachsen. Weil göttlichen Ursprungs, soll ihn kein Geschöpf hindern, sich zu Gott, seinem Ursprung, zu erheben. Nicht auf ihren eigenen Fleiß und ihre natürlichen Talente, auf ihr Ansehen oder die Autorität der Menschen soll sich die Seele stützen: zu Maria soll sie ihre Zuflucht nehmen und nur auf ihre Hilfe zählen.

    2. Die Seele, in welcher dieser Baum gepflanzt, muss wie ein guter Gärtner unaufhörlich damit beschäftigt sein, ihn zu bewachen und im Auge zu haben. Denn dieser Baum, der Leben hat und Früchte des Lebens hervorbringen soll, will durch beständige und sorgfältige Pflege von Seiten der Seele großgezogen werden. Eine Seele, welche vollkommen werden will, muss oft an diese Aufgabe denken, ja ihre Hauptbeschäftigung daraus machen.

    3. Dornen und Disteln muss man ausreißen und abschneiden, welche mit der Zeit diesen Baum ersticken oder daran hindern könnten, seine Frucht zu tragen, das heißt, man muss sich befleißigen, durch Abtötung und Selbstüberwindung alle unnützen Vergnügungen und eitlen Beschäftigungen mit den Geschöpfen unnachsichtlich zu vermeiden, oder mit andern Worten, man muss sein Fleisch kreuzigen, das Stillschweigen halten und seine Sinne abtöten.

    4. Man muss sorgfältig darüber wachen, dass die Raupen diesem Baum keinen Schaden zufügen. Diese Raupen sind die Eigenliebe, die Liebe zur Bequemlichkeit, welche die grünen Blätter zernagen und die schönsten Früchte zerstören. Die Eigenliebe verträgt sich nie und nimmer mit der wahren Liebe zu Maria.

    5. Böse und schädliche Tiere muss man sorgfältig fern halten. Diese Tiere sind die Sünden, welche dem Baume des Lebens durch bloße Berührung schon den Tod bringen können; nicht einmal ihr Hauch soll sie anwehen, d.h. die lässlichen Sünden, welche stets sehr gefährlich sind, wenn man sie leichtsinnig begeht.

    6. Man muss diesen göttlichen Baum häufig begießen, indem man seine Übungen der Frömmigkeit, seine Beichten, seine Kommunionen und andere öffentliche und private Gebetsübungen gut verrichtet; sonst würde der Baum aufhören, Früchte zu tragen.

    7. Man soll sich keine Sorge machen, wenn dieser Baum vom Wind bewegt und geschüttelt wird. Es ist selbstverständlich, dass der Wind der Versuchungen weht, um ihn zum Falle zu bringen, und dass Schnee und Eis auf ihn fallen, um ihn zu verderben. Diese Andacht zur allerseligsten Jungfrau wird sicher viel angegriffen werden und Widerspruch erleiden; wenn man aber in der Pflege derselben beharrlich bleibt, ist nichts zu fürchten.

Auserwählte Seele, wenn du so den vom Heiligen Geiste in deine Seele neu gepflanzten Baum hegst und pflegst, so versichere ich dir, wird er in kurzer Zeit so hoch wachsen, dass die Vögel des Himmels darin wohnen können. Er wird so vollkommen werden, dass er zu seiner Zeit die Frucht der Ehre und der Gnade, d.h. den liebens- und anbetungswürdigen Jesus hervorbringen wird, der ja immer die einzige Frucht Mariæ gewesen ist und sein wird.

Glücklich eine Seele, in welcher Maria, der Baum des Lebens, gepflanzt ist; glücklicher jene, in welcher er wachsen und blühen kann; überaus glücklich jene, in welcher er seine Früchte bringt; am glücklichsten von allen aber jene, welche seine Frucht verkostet und bewahrt bis in den Tod und in alle Ewigkeit. Amen.


Qui tenet, teneat.
Wer besitzt, bewahre es!
 
Hl. Ludwig Maria Grignion von Montfort (1673-1716)

Donnerstag, 7. April 2011

Niedliche-Piepmätze-Woche



 

Rundschreiben an die Freunde des Kreuzes



Erwäget, meine teuren Mitbrüder, diese beide Parteien, welche Tag für Tag an euch herantreten, die Anhänger Jesu Christi und die Anhänger der Welt. Die Partei unseres liebenswürdigen Erlösers steht auf der rechten Seite und steigt auf schmalem und engem Wege zum Himmel empor. Ihr guter Meister geht an der Spitze barfuß einher mit blutbesprengtem, mit Dornen gekröntem Haupte, mit zermartertem Leibe und mit einem schweren Kreuz. Nur ein Häuflein Getreuer hat er in seinem Gefolge; es sind aber die tapfersten. Denn inmitten des Getümmels der Welt hören seine sanfte Stimme nur wenige. Andere haben nicht den Mut, ihm in seiner Armut, seinen Schmerzen, seinen Verdemütigungen und übrigen Kreuzen nachzufolgen, da man dies alles in seinem Dienste ausnahmslos alle Tage seines Lebens tragen müsste.

Auf der linken Seite wandelt die Partei der Welt oder des Teufels, welche zahlreicher, prächtiger und glänzender ist, wenigstens dem Anscheine nach. Die ganze schöne Welt läuft mit. Obgleich die Wege breit und geräumig sind, drängen sich die Massen und wälzen sich gleich Strömen dahin. Die Wege sind mit Blumen bestreut, mit Gold und Silber bedeckt und überall locken Stätten für Vergnügen, Tanz und Spiel.

1. Die Jünger Christi

Auf der rechten Seite, bei der kleinen Herde, welche Jesu nachfolgt, spricht man von Tränen, Bußübungen, Gebet und Weltverachtung und hört Worte, die durch Schluchzen oft unterbrochen sind: „Lasst uns leiden, weinen, fasten und beten. Lasst uns verborgen, demütig, arm und abgetötet sein. Wer nicht den Geist Christi hat, der da ist ein Geist des Kreuzes, kann unserem Meister nicht angehören. Wer sich Christus anschließt, muss sein Fleisch mit seinen Lüsten kreuzigen. Entweder dem Bilde Christi ähnlich sein oder verdammt werden! Mut“, rufen sie einander zu, „Mut! Wenn Gott für uns, mit uns und vor uns ist, wer kann dann gegen uns sein? Gott, der in uns wohnt, ist stärker als der Fürst der Welt. Der Diener ist nicht mehr als der Herr. Ein Augenblick leichter Trübsal bringt uns die Freuden ewiger Glorie. Es gibt weniger Auserwählte als man glaubt; nur die Mutigen und die sich Gewalt antun, reißen das Himmelreich an sich. Niemand wird gekrönt, der nicht gekämpft hat, wie das Evangelium, nicht etwa die Mode es vorschreibt. Kämpfen wir also tapfer und laufen wir schnell, damit wir das Ziel erreichen und die Krone gewinnen!“ Das ist ein Teil der erleuchteten Aussprüche, mit denen sich die Freunde des Kreuzes gegenseitig ermuntern.

2. Die Weltmenschen

Die Weltkinder dagegen suchen sich ihrerseits zur sorglosen Beharrlichkeit in ihrer Bosheit anzuspornen und rufen einander täglich zu: „Leben! Friede! Freude! Lasst uns essen, trinken, singen, tanzen und spielen: Gott ist gut; Gott hat uns nicht erschaffen, um uns zu verdammen; Gott verbietet nicht, uns zu belustigen; wir werden deshalb nicht verdammt werden, machen wir uns keine Skrupel; ihr werdet nicht sterben…“

 
Hl. Ludwig Maria Grignion von Montfort (1673-1716)

Mittwoch, 6. April 2011

Sakrament der Liebe



„Da Jesus wusste, dass seine Stunde gekommen sei, um aus dieser Welt zum Vater zu gehen und da er die seinigen liebte, hat er sie bis ans Ende geliebt“ (Joh 13,1). Da unser liebevoller Heiland wusste, dass die Stunde gekommen sei, wo er aus dieser Welt scheiden musste, wollte er uns, bevor er in den Tod ging, den größten Beweis seiner Liebe hinterlassen, den er uns hinterlassen konnte, und dieses Vermächtnis seiner Liebe ist das allerheiligste Sakrament des Altars. Die Zeichen der Liebe und Freundschaft, die wir von einem Sterbenden empfangen haben, prägen sich, wie der heilige Bonaventura bemerkt, am tiefsten dem Gedächtnisse ein, und sind uns die unvergesslichsten und teuersten. Deshalb hinterlassen viele, wenn sie dem Tode nahe sind, geliebten Personen ein Andenken ihrer Liebe, ein Kleid, einen Ring oder ein ähnliches Geschenk. Und was hast du, o mein Jesus, uns zum Andenken an deine Liebe hinterlassen, als du im Begriffe warst, aus dieser Welt zu scheiden? Kein Kleid, keinen Ring oder sonst ein Geschenk dieser Art, sondern deinen Leib, dein Blut, deine Seele und deine Gottheit, mit einem Worte: dich selbst, ohne dir etwas vorzubehalten. „Ganz hat er sich dir geschenkt, nichts hat er zurückbehalten“, sagt der heilige Chrysostomus.

In diesem allerheiligsten Sakramente wollte Jesus Christus alle Schätze und Reichtümer der Liebe, die er dem Menschen bewahrte, sich gleichsam entledigen. „Er hat die Reichtümer seiner Liebe zu den Menschen gleichsam darin ausgegossen“, sagt das Konzil von Trient (Sess. 13, cap. 2). Und dieses Geschenk hat Jesus, wie der Apostel hervorhebt, den Menschen in derselben Nacht gemacht, in welcher die Menschen seinen Tod vorbereiteten: „In der Nacht, in welcher er verraten wurde, nahm er das Brot, dankte, brach es und sprach: Nehmet hin und esset, das ist mein Leib“ (1 Kor 11,23). Der heilige Bernardin von Siena sagt, es sei dem Herrn nicht genug gewesen, sein Leben für uns hinzugeben, sondern als er sich zum Tode bereitete, habe ihn aus Übermaß der Liebe gedrängt, zuvor ein noch größeres Werk zu wirken: „Als er in dem Eifer seiner Liebe sich bereitete, für uns zu sterben, ward er vom Übermaß seiner Liebe angetrieben, ein größeres Werk zu wirken, als er je gewirkt hatte: seinen Leib uns zur Speise zu geben.“

Treffend bezeichnet daher der heilige Thomas von Aquin dieses Sakrament, wenn er es ein „Sakrament der Liebe“ und ein „Unterpfand der Liebe“ nennt. Ein Sakrament der Liebe: weil nur die Liebe den Heiland bewegen konnte, sich uns in diesem Geheimnisse ganz und ohne Vorbehalt zu schenken. Ein Unterpfand der Liebe: weil es uns in der Tat für den Fall, dass wir an seiner Liebe zweifeln sollten, in Art eines Pfandes gegeben ist, gleichsam als hätte der Heiland bei der Einsetzung dieses Geheimnisses zu uns gesprochen: Geliebte Seelen, wenn ihr noch einen Zweifel habt an meiner Liebe, seht dieses Sakrament, im welchem ich mich ganz und ohne Vorbehalt schenke; im Besitz eines solchen Pfandes werdet ihr nicht länger zweifeln können, dass ich euch liebe und dass ich euch über alles Maß liebe! Der heilige Bernhard nennt dieses Sakrament ferner „die Liebe aller Liebe“, weil diese eine Gabe und Gnade allen übrigen, die uns Gott verliehen hat, in sich begreift: die Erschaffung, die Erlösung, die Auserwählung; denn die Eucharistie ist ein Unterpfand nicht nur der Liebe Jesu Christi, sondern auch der ewigen Seligkeit, die er uns vorbehalten hat. „Es wird uns damit ein Unterpfand der künftigen Glorie gegeben“, sagt die Kirche. Deshalb pflegte der heilige Philipp Neri Jesus Christus im allerheiligsten Sakrament mit einem einzigen Worte „die Liebe“ zu nennen; und als man ihm die heilige Wegzehrung brachte, rief er aus: Seht da meine Liebe! Gebt mir meine Liebe! (…)

O Jesus, ich schenke dir mein Herz und alle Liebe meines Herzens. Du, der du mir dieses Verlangen gegeben hast, gib mir auch die Kraft, es zu vollbringen. Jesus, mein Jesus, ich begehre nichts anderes von dir, als dich selbst. Hast du mich an dich gezogen, um dich von ganzer Seele zu lieben, so will ich auch alles verlassen; ich verzichte auf alles, um mich an dich anzuschließen, du allein bist mir genug. O Maria, Mutter meines Herrn, bitte für mich bei deinem göttlichen Sohn, und mache mich heilig. Du hast schon so oft das Wunder gewirkt und Sünder in Heilige verwandelt; wirke dieses Wunder auch an mir!
 
Hl. Alphons Maria von Liguori (1696-1787)
 

Dienstag, 5. April 2011

What A Friend I've Found

Liebessklaven

Jesus Christus ist unser Gott, der uns erschaffen, er ist auch unser Erlöser, der uns mit seinem teuren Blute aus der Knechtschaft zurückgekauft hat. Aus diesem zweifachen Grunde gehören wir ganz ihm an. Wir sind auch die Glieder seines mystischen Leibes, die von ihm, dem Haupte, regiert werden, indem sie in allem sich von ihm leiten lassen und seinen Willen erfüllen sollen.

Vor der Taufe gehörten wir dem Teufel an und waren seine Sklaven; die Taufe hat uns zu Leibeigenen Jesu Christi gemacht. Als solche dürfen wir nun leben, arbeiten und sterben, um für den Gottmenschen Frucht zu bringen, ihn in unserem Leibe zu verherrlichen und ihn in unserer Seele herrschen zu lassen, weil er uns zurückerobert hat und erlöst hat und wir daher sein Volk und sein Erbe sind. Aus demselben Grund vergleicht uns der Heilige Geist mit Bäumen, die im Acker der Kirche an Wasserbächen der Gnade gepflanzt sind und Früchte bringen sollen zu ihrer Zeit; oder mit Reben eines Weinstocks, dessen Stamm Jesus Christus ist, und der ihnen Kraft gibt, gute Trauben hervorzubringen; oder mit einer Herde, die sich vermehren und ihrem Hirten Jesus Christus reichlich Milch spenden soll; oder mit gutem Erdreich, das von Gott bebaut wird, in welchem der Same sich mehrt und dreißig-, sechzig-, ja hundertfältige Frucht bringt. Christus hat den unfruchtbaren Feigenbaum verflucht und das Verdammungsurteil über den unnützen Knecht ausgesprochen, der sein Talent nicht verwertete.

All das beweist uns, dass Christus von uns elenden Menschen gute Früchte erwartet, nämlich unsere guten Werke, die ihm allein gehören: „Geschaffen in guten Werken in Jesus Christus“ (Eph 2,10). Diese Worte des Apostels zeigen auch, dass Christus der einzige Grund all unserer guten Werke ist und ebenso ihr einziges Ziel sein muss. Wir müssen ihm daher dienen, nicht etwa nur als Lohndiener, sondern als wahre Liebessklaven (s. Tag 17 ).

 
Hl. Ludwig Maria Grignion von Montfort (1673-1716)

Montag, 4. April 2011

Dies Irae

Lamentations of Jeremiah

Alpha und das Omega

Jesus Christus, unser Erlöser, wahrer Gott und wahrer Mensch, muss das letzte Ziel all unserer Andachtsübungen sein; sonst wären sie falsch und irreführend. Denn Jesus Christus ist das Alpha und das Omega, der Anfang und das Ende aller Dinge. Wir arbeiten nur daraufhin, wie der Apostel sagt, jeden Menschen in Jesus Christus vollkommen zu machen, weil in ihm allein die Fülle der Gottheit, die Fülle aller Gnaden, Tugenden und Vollkommenheiten wohnt. Nur durch ihn, mit ihm und in ihm werden wir mit allen geistigen Segnungen beglückt. Er allein soll unser Lehrer sein, der uns unterrichtet, unser Herr, von dem wir abhängen, unser Haupt, dem wir angehören, unser Vorbild, nach dem wir uns gestalten, unser Arzt, der uns heilt, unser Hirt, der uns nährt, unser Weg, der uns führt, unsere Wahrheit, die wir glauben, unser Leben, das uns belebt, unser ein und alles, das uns genügt. Ja, es ist kein anderer Name unter dem Himmel gegeben, durch den wir gerettet werden können, als der Name Jesus. (…)

Wenn wir hier nun die wahre Andacht zu Maria darlegen, so geschieht es nur, um die Andacht zu Jesus Christus umso vollkommener zu gestalten, um ein leichtes und sicheres Mittel an die Hand zu geben, Jesus zu finden.

 
Hl. Ludwig Maria Grignion von Montfort (1673-1716)
 

Sonntag, 3. April 2011

Let My Words Be Few

Gnadenschätze



Wenn du diese Andacht übst und das wenige, was ich dich gelehrt, treu befolgst, wird deine eigene Erfahrung schneller und besser, als ich es zu sagen vermag, dir zeigen, welch große  Gnadenschätze mit dieser Übung verbunden sind; du wirst darüber staunen und mit Jubel erfüllt werden. Arbeiten wir demnach, geliebte Seele, und handeln wir so, dass durch treue Übung dieser Andacht „die Seele Mariæ in jedem von uns sei, um den Herrn zu verherrlichen, und der Geist Mariä uns innewohne, um in Gott, unserem Heilande zu frohlocken.“ Das sind die Worte des hl. Ambrosius. Sei überzeugt, dass „keineswegs mehr Ehre darin besteht, im Schoße Abrahams, im Paradies zu ruhen, als im Schoß Mariæ, denn in diesem hat Gott selbst seinen Thron aufgeschlagen.“ Das sind die Worte des gelehrten Abtes Guerricus.

Diese Andacht, treu geübt, bringt in der Seele eine Fülle der herrlichsten Wirkungen hervor. Die haupsächlichste aber besteht darin, dass das Leben Mariæ in einer Seele so fest gegründet wird, dass es gewissermaßen nicht mehr die Seele ist, welche da lebt, sondern Maria in ihr; denn die Seele Mariæ wird sozusagen ihre Seele. Ist aber durch diese unaussprechliche, aber doch wahrhafte Gnade die Gottesmutter Maria Königin in einer Seele, welche Wunder bringt sie nicht in derselben hervor! Sie ist ja die Meisterin der größten Wunderdinge, besonders im Inneren und arbeitet dort im Geheimen, sogar ohne Wissen der Seele, welche bei der Kenntnis hiervon leicht die Schönheit ihrer Arbeiten zerstören könnte.

Da Maria ferner überall die fruchtbare Jungfrau ist, so bringt sie in das Innere eines jeden Menschen, bei dem sie einkehrt, Reinheit des Herzens und des Leibes, Reinheit der Absichten und der Gedanken, sowie die Fruchtbarkeit der guten Werke hervor. Denke daher nicht, teure Seele, Maria, das fruchtbarste unter allen Geschöpfen, das sogar einen Gottmenschen zur Welt gebracht hat, bleibe müßig in einer reinen Seele. Sie wird diese immerdar für Jesus Christus und Jesus Christus in ihr leben lassen nach dem Worte des hl. Paulus: „o meine Kindlein, für die ich abermals Geburtsschmerzen habe, bis Christus in euch gestaltet wird.“ Wenn Jesus Christus die Frucht Mariæ in jeder einzelnen Seele ist, ebenso wie die Welt im allgemeinen, so ist Jesus Christus ganz besonders ihre Frucht und ihr Meisterwerk in jener Seele, in der sie Wohnung genommen hat.

Endlich wird Maria für ein solche Seele bei Jesus Christus alles erwirken. Sie erleuchtet den Verstand mit ihrem reinen Glauben, vertieft das Herz durch ihre Demut, erweitert und erwärmt es durch ihre Liebe, reinigt es durch ihre Reinigkeit, adelt und verherrlicht es durch ihre Mutterschaft. Doch wozu noch lange reden! Die Erfahrung lehrt diese Wunderwerke Mariæ, die den Weisen und Stolzen, ja selbst den mittelmäßigen Christen beiderlei Geschlechts unglaublich erscheinen.
 
Hl. Ludwig Maria Grignion von Montfort (1673-1716)

Taizé

Lichterfeier - 02.04.2011

Samstag, 2. April 2011

Ringe

Gestern traf ich in meiner 30 minütigen Kaffepause einen ehem. Mitschüler (vom Abendgymnasium bis vor 4 Jahren) mit dem ich damals so gut wie gar nicht zurecht kam.(kleiner Tipp am Rande Jungs: mit Arroganz seine unsicherheit überspielen ist weder attraktiv noch besonders zielführend)

Das erste was er sagte: Bist du verheiratet? Ich: so ungefähr...Er: Wie jetzt? Ich:
Jein, ich hab letztes Jahr ein Gelübte abgelegt. Er: Danke dass du deinen Ring trägst.

Dafür hat sich noch nie jemand bedankt, manche fühlen sich dadurch eher herausgefordert... :)
Er erzählte weiter von langhaarigen Männern, die auf den ersten Blick aussehen wie Frauen etc. Ja, Mann hat's heute nicht leicht...

Was ihn zum Alltagshelden macht, war der 2. Teil des Gesprächs: Er hat sich von meiner Berufung nicht irritieren lassen ^^ und beschäftigt sich mittlerweile nicht mehr nur oberflächlich (oder um ich zu beeindrucken) mit dem Glauben sondern hatte ernsthafte Fragen und so konnte ich ein bisschen 'Werbung' machen, für die hl. RKK bzw.(Beicht)sakramente, und für Gottes Barmherzigkeit :)

Nun mein 'Brautschmuck'


Für den Alltag und...


...für besondere Anlässe,
ein Erbstück von meiner Oma, dass sie mir erst nach meiner Bekehrung! gezeigt und überreicht hat.
Ist aus Erbbesitz der Mutter ihres Chefs Anfang des 2. Weltkriegs, also mind. 130 Jahre alt.
Omi hatte den Schmuck von ihm als Danke-schön für ihre Hilfe bekommen.
Allerdings mit Granatsteinen keine Rubine ^^

Betrachtung

1. Die wesentliche Übung dieser Andacht besteht darin, alle seine Handlungen durch Maria zu verrichten. Dies geschieht, wenn man sich nur durch Maria an Gott wendet, um nie allein, sondern nur durch ihre Fürbitte und Macht unterstützt, vor ihm im Gebete zu erscheinen.

2. Man soll alle seine Handlungen auch mit Maria verrichten, d.h. die allerseligste Jungfrau sich zum vollkommenen Vorbild nehmen bei allem, was man zu tun hat. Bevor man daher etwas unternimmt, soll man sich selbst und seinen Absichten entsagen, sich geradezu vor Gott vernichten und für ganz unfähig halten, etwas übernatürlich Gutes und Heilsames zu tun. Sodann soll man sich an die allerseligste Jungfrau wenden, um sich mit ihr und ihren, wenn auch unbekannten Absichten zu vereinigen. Durch Maria soll man sich dann mit den Absichten Jesu zu vereinigen suchen, d.h. sich wie ein Werkzeug in ihre Hände legen, damit sie in uns und mit uns handle, mit uns und für uns das tue, was ihr gut scheint, zur größeren Ehre des Sohnes und durch ihn zur Ehre des Vaters. Kurz, man soll in Bezug auf das innere geistliche Leben nichts unternehmen, als nur in Abhängigkeit von ihr.

3. Alle seine Handlungen soll man ferner verrichten in Maria, d.h. von Zeit zu Zeit soll man sich im eigenen Innern sammeln, um in sich ein geistiges Bild von Maria zu erwecken. Sie soll für die Seele der Tempel sein, in dem man Gott alle Gebete darbringt, ohne Furcht, zurückgewiesen zu werden; oder der Turm Davids, hinter dem man Schutz sucht gegen alle seine Feinde; oder das ewige Licht, um das ganze Innere zu erleuchten und es mit der göttlichen Liebe zu entzünden; oder der heilige Tabernakel, um in Maria und mit Maria Gott zu sehen. Maria soll endlich dieser Seele bei Gott ihr ein und alles und ihre ganze Zuflucht sein. Wenn die Seele betet, so geschehe es in Maria, wenn sie Jesus empfängt in der heiligen Kommunion, so überlasse sie ihn Maria, damit er bei ihr sein Gefallen finde; wenn sie arbeitet, so geschehe es in Maria; überall und in allem wird sie dann Akte der Selbstentsagung üben.

4. Endlich soll man alle seine Handlungen für Maria verrichten. Da man Sklave dieser erhabenen Fürstin ist, darf man ja nur noch für sie arbeiten, für ihren Nutzen, für ihre Ehre als dem nächsten Ziel und zur Ehre Gottes als dem letzten Ziel. Die Seele soll deshalb bei allem, was sie tut, ihrer Eigenliebe entsagen, die sich selbst oft unbemerkt zu befriedigen trachtet. Sie soll schließlich oft von Grund des Herzens wiederholen: „O meine teure Herrin, für Dich gehe ich hierhin oder dorthin, für dich tue ich dieses oder jenes, für Dich dulde ich diesen Schmerz und ertrage diese Unbilden!“.

Hl. Ludwig Maria Grignion von Montfort (1673-1716)

Freitag, 1. April 2011

süßßß

Echo Gottes

Man glaube nicht, wie manche Aufgeklärte, Maria sei als Geschöpf ein Hindernis für die Vereinigung mit dem Schöpfer: nicht Maria ist es mehr, die da lebt und uns das Leben bringt, sondern Jesus Christus, Gott allein, der in ihr lebt und in ihr wirkt. Ihre eigene Umwandlung in Gott übersteigt unendlich die Umgestaltung des hl. Paulus und anderer Heiliger, ja mehr, als der Himmel die Erde überragt. Maria ist nur für Gott erschaffen. Weit entfernt, eine Seele, die sich ihr anvertraut, für sich zu behalten, sucht sie diese vielmehr in Gott zu versenken und mit ihm um so vollkommener zu vereinigen, je mehr sie sich mit ihr vereinigt. Maria ist das wunderbare Echo Gottes, aus welchem nur „Gott“ zurückhallt, wenn man „Maria“ ruft, welches nur Gott verherrlicht, wenn man Maria mit den Worten der heiligen Elisabeth selig preist. Wenn jene so genannten Aufgeklärten, die der Satan selbst bei seinen Gebeten betört, Maria gefunden hätten und durch Maria Jesus und durch Jesus Gott, wären sie nicht so tief gefallen. Hat man erst einmal Maria gefunden, und durch Maria Jesus und durch Jesus Gott den Vater, so hat man alle Güter zugleich gewonnen, wie die Heiligen erklären. Mit Absicht sage ich „alle“ Güter, denn nichts ist ausgenommen, alle Gnade und Freundschaft bei Gott, alle Sicherheit gegen die Feinde Gottes, alle Wahrheit gegen die Lüge, alle Kraft, um die Schwierigkeiten des Heils leicht zu überwinden, alle Süßigkeiten und Freude in den Bitterkeiten des Lebens.

Damit soll nicht gesagt sein, dass jeder, der Maria durch wahre Andacht gefunden hat, frei sei von Kreuz und Leiden. Keineswegs, er ist von Leiden sogar oft mehr heimgesucht, als irgend ein anderer; denn Maria schenkt, als Mutter der Lebendigen, ihren Kindern Anteil am Baume des Lebens, welcher das Kreuz Jesu Christi ist. Aber indem sie ihnen gute Kreuze zubereitet, verschafft sie ihnen auch die Gnade, sie geduldig und sogar freudig zu tragen. Daher sind die Kreuze, welche sie ihnen gibt, mehr süß als bitter. Wenn sie vielleicht auch eine Zeit lang die Bitterkeit des Kelches fühlen, den man notwendig trinken muss, um ein Freund Gottes zu sein, so ermutigt der Trost und die Freude, welche Maria der Traurigkeit folgen lässt, diese Seelen, bereitwillig noch schwerere und drückendere Kreuze zu tragen.

Die Schwierigkeit unseres Geheimnisses besteht hauptsächlich darin, zu wissen, wie man die allerseligste Jungfrau tatsächlich findet, um mit ihr auch jede Gnade in überreichem Maße zu empfangen. Gott, als unumschränkter Herr, könnte uns zwar aus eigener Kraft alles mitteilen, was er uns jetzt nur durch Maria zukommen lässt. Oft genug tut er es auch selbst, was keineswegs geleugnet werden darf. Nach der Ordnung jedoch, welche die göttliche Weisheit festgesetzt hat, teilt er seine Gnaden gewöhnlich nur durch Maria mit, wie der hl. Thomas sagt. Man muss eben, um zu ihm emporzusteigen und sich mit ihm zu vereinigen, dasselbe Mittel gebrauchen, dessen er sich bediente, um zu uns herabzusteigen, Mensch zu werden und uns seine Gnade mitzuteilen; und dieses Mittel ist die allerseligste Jungfrau Maria.

 
Hl. Ludwig Maria Grignion von Montfort (1673-1716)