Mittwoch, 28. März 2012

Kreuzweg 4

4. Jesus begegnet seiner betrübten Mutter

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Adoramus te, Christe, et benedicimus tibi -
quia per sanctam crucem tuam redemisti mundum.


Als Jesus Maria zum ersten Mal begegnete, war es ihr Glaube, der diese Begegnung möglich machte, ich meine die Empfängnis Christi.
Genauso ist die Begleitung Marias am Ende Seines Lebens nur aus ihrem Glauben heraus möglich. Denn ohne ihr Vertrauen auf die Größe Gottes und ihr Festhalten an den Verheissungen, ohne die Hoffnung auf die Auferstehung, die Jesus bestimmt nicht nur seinen Jüngern angekündigt hatte, wäre sie bestimmt von Ängsten gelähmt oder von Gedanken der Sinnlosigkeit überwältigt worden.
So ging es wahrscheinlich dem Rest der Jünger, außer Johannes.
Ich denke, dass dieser "Lieblingsjünger" Jesu einen anderen Bezug, also nicht denselben Glauben hat wie Maria, dafür aber ihre Liebe zu Jesus teilt.
Diese grenzüberschreitene, sich völlig selbstaufgebende, mitleidende (Mutter-) Liebe ist es, die fähig macht alles zu ertragen, dem Wahnsinn und den Brutalitäten ins Auge schauen zu können, die eigenen Ohnmachtsgefühlen, Traumata überwinden zu können, um Jesus auf dem Weg zum Kreuz zu begleiten, zu stärken, Halt und Kraft zu geben, damit Er wieder aufstehen, weitergehen, durchhalten und seinen Lauf zu vollenden kann.
So wie Gottes Liebe auch Maria und uns auf unserem Weg und in unserem Leiden Halt und Kraft gibt, uns wieder aufrichtet und neu belebt.

Herr -

wir bitten Dich im Namen Jesu:
bitte stärke und schütze unseren Glauben, unsere Hoffnung und unsere Liebe zu Dir.
Nimm uns die Angst vor 
unserem Kreuz, dem Leid, den Verletzungen durch unseren Nächsten.
Hilf uns andere zu begleiten
aber auch dabei Hilfe von Freunden, der Familie anzunehmen, wenn wir in Not sind. 
Lass uns und alle im Leiden
Deine Liebe und Deine Nähe wahrnehmen statt nur unser Elend. Stehe jedem bei,
der gerade jetzt 
unter Unterdrückung und Ungerechtigkeiten leidet oder wegen seiner Liebe zu Dir verfolgt wird. 
Sei ihnen gnädig 
und nimm sie auf in Dein Reich. Danke.
Amen



(Link zum Verfasser)

Dienstag, 27. März 2012

Klara von Assisi, die neue Frau

Im Geist und Leben des Gebetes

Kreuzweg 3

3. Jesus fällt zum ersten Mal unter dem Kreuz

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Adoramus te, Christe, et benedicimus tibi -
quia per sanctam crucem tuam redemisti mundum.


Die letzten Stunden des Jesus von Nazaret, beginnend mit dem Urteilsspruch des Pontius Pilatus, über das Tragen des Kreuzes bis zur Hinrichtungsstätte bis hin zum Tod am Kreuz lassen wohl niemanden kalt. Eine von den Geschichten, die man nicht vergißt. Das Christentum selbst gedenkt dieser Vorkommnisse mit dem sogenannten Kreuzweg, auf dem bis zu vierzehn Stationen dargestellt werden.

Was für Jesus selbst ein unglaubliches Martyrium bedeutete, ist für die Christenheit zunächst ein Zeichen der Schande, welches später aber ein starkes Symbol werden sollte für die Erlösung, selbst nach einem leidvollen Leben. Das geht sogar soweit, dass das Folterinstrument des Kreuzes zum positiven Erkennungsmerkmal der Christen geworden ist.
Ein recht sadistisches Detail bei Kreuzigungen durch die Römern war, dass der Verurteilte den Querbalken selbst zur Hinrichtungsstätte schleppen musste, meist schon geschwächt durch verherige Geißelung.

Laut christlicher Überliegerung musste Jesus nicht nur den Querbalken tragen, sondern gleich das ganze Kreuz. Es ist also kein Wunder, dass der so Geschundene den Weg von Pilatus Haus bis nach Golgatha nicht ohne Stürze zurücklegen konnte. Am Ende wird er dreimal gefallen sein.

Der erste Fall ist auch gleichzeitig die dritte Station des Weg des Kreuzes. 
Auch eine Allegorie auf eine Lebenssituation, die so mancher aus seinem Leben kennt. Fast erdrückt von einer schweren Last kommt man ins Straucheln und obwohl man umringt von anderen ist fühlt man sich allein. Es ist einem bewußt, dass es trotz allem weitergeht und manchmal hat man sogar noch den römischen Soldaten mit der Peitsche im Nacken, der einen weiter treibt. 

Jeder trägt nunmal sein eigenes Kreuz und ich wünsche allen, dass er oder sie einige ehrliche Freunde im Leben findet, die einem helfen schwere Situationen einfacher zu meistern, in denen man strauchelt oder sogar hinfällt und man wieder aufstehen kann, ohne dass man seine Prinzipien verraten musste.        
    
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Du sagst es, ich bin ein König. Ich bin dazu geboren und in die Welt gekommen, dass ich die Wahrheit bezeugen soll. Wer aus der Wahrheit ist, der hört meine Stimme. Spricht Pilatus zu ihm: Was ist Wahrheit?
Und als er das gesagt hatte, ging er wieder hinaus zu den Juden und spricht zu ihnen: Ich finde keine Schuld an ihm. (Joh 18,28-19,6)




Montag, 26. März 2012

Klara von Assisi, die neue Frau

Es ist der Geist, der lebendig macht

Kreuzweg 2

2. Jesus nimmt das Kreuz auf sich

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Adoramus te, Christe, et benedicimus tibi -
quia per sanctam crucem tuam redemisti mundum.



Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus (27, 27-31):

"Da nahmen die Soldaten des Statthalters Jesus, führten ihn in das Prätorium, das Amtsgebäude des Statthalters, und versammelten die ganze Kohorte um ihn. Sie zogen ihn aus und legten ihm einen purpurroten Mantel um. Dann flochten sie einen Kranz aus Dornen; den setzten sie ihm auf und gaben ihm einen Stock in die rechte Hand. Sie fielen vor ihm auf die Knie und verhöhnten ihn, indem sie riefen: Heil dir, König der Juden! Und sie spuckten ihn an, nahmen ihm den Stock wieder weg und schlugen ihm damit auf den Kopf. Nachdem sie so ihren Spott mit ihm getrieben hatten, nahmen sie ihm den Mantel ab und zogen ihm seine eigenen Kleider wieder an".

Das Todesurteil ist gesprochen; die Hinrichtung beginnt. Beklommen lesen wir von der Quälerei, die Jesus unter den Händen der römischen Soldateska erleiden muss. Eine ganze Kohorte, fast fünfhundert Mann, versammelt sich um den Gefangenen, um ihr grausames Spiel mit ihm zu treiben. Was hat er ihnen getan? Wer so fragt, vergisst eine der traurigsten Wahrheiten über den Menschen, dessen Grausamkeit kein Motiv braucht, nur eine Gelegenheit.

Wer ist der Gefangene, dem sie nun gleich das Kreuz aufladen werden, in den Augen seiner Quäler? Ein Wanderprediger, der beansprucht, König der Juden zu sein, göttlicher Herkunft gar? Ein römischer Legionär meint zu wissen, was ein König ist, und so finden die Soldaten, die an ihren eigenen Kaiser denken, den düsteren Tiberius, unseren stillen und milden Herrn absurd. Jesus zeigt sich den Soldaten in der Ohnmacht der Liebe, und sie verkennen den Gottessohn, der vor ihnen steht. 

"Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist", hat Jesus gepredigt, und der staatlichen Macht mit dem Nachsatz "und Gott, was Gottes ist", eine unüberschreitbare Grenze gesetzt. Die aber, die Jesus misshandelten, anerkannten keine Grenze mehr, und ihre Macht wurde nackte Gewalt.

Jesus nimmt das schwere Kreuz auf seine Schultern, unter dessen Last er zusammenzubrechen droht. Der Sündlose nimmt die Sünden der Menschheit auf sich, auch die der ihn verhöhnenden Römer. Wie die machttrunkene Soldateska haben auch wir, habe auch ich den Gottessohn verkannt und verhöhnt. Wir möchten dem unter dem Gewicht des Kreuzes Schwankenden beistehen, aber zunächst müssen wir bekennen: Er schwankt unter der Last unserer Sünden, meiner Sünden. 

Herr -

Du hast unsere Sündenlast auf dich genommen und das Kreuz getragen, das für uns bestimmt war. Hilf uns, den Weg der Sünde zu verlassen und dir nachzufolgen. 



(Beitrag von Morgenländer)

Sonntag, 25. März 2012

Für die Zeit

..bis Ostern, bis ich wieder zurück bin, gibt es jeden Tag eine Kreuzweg Station vom Kreuzweg der Blogoezese 
(Vielen Dank Pro Spe Salutis)


1. Jesus wird zum Tod verurteilt

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Adoramus te, Christe, et benedicimus tibi -
quia per sanctam crucem tuam redemisti mundum.


Jeder hat ja so seine Erwartungen.

Als Jesus in Jerusalem einzog, war der Jubel groß. Offenbar wurden viele Erwartungen an diesen Rabbi geknüpft, diesen Wanderprediger aus Galiläa, von dem man sich viel zu erzählen wußte. Heilt Kranke. Treibt Dämonen aus. Stillt Stürme. Handelt machtvoll. Kann die Römer vertreiben. Und Israel zu alter Größe führen. Hosianna dem Sohn Davids! Der Befreier. Doch Jesus enttäuschte die Erwartungen. Sein Reich sei nicht von dieser Welt, wird er bald Pilatus erwidern.

Wenige Tage später ... Stimmungsumschwung: Auf so einen König können wir verzichten. Dann lieber Barrabas, den Berufsrevoluzzer. Da weiß man, wen man vor sich hat. Dieser andere Hochstapler hält uns sowieso nur zum Narren. Sohn Davids? Wir haben uns zum Affen gemacht, Kleider ausgebreitet, Palmwedel geschwungen, für was? Kreuzige ihn! 

Jesus steht vor Pilatus. Jesus weiß, was kommen wird. Der Kelch geht nicht an ihm vorrüber. Die Menge brüllt, der Richter ist wankelmütig, die Priesterschaft setzt dem Römer zu. Jesus weiß, was kommen wird. Verraten ist er bereits. Verleugnet und verleumdet. Die römischen Soldaten machen sich ihren blutigen Spaß aus dem "Judenkönig". Die Hiebe sind erst der Vorgeschmack auf die Nägel. Die Geißel kratzt auf der Haut, die Nägel aber werden durch das Fleisch getrieben. Jesus weiß, was kommen wird. Der stechende Weg. Das Kreuz. Seine menschliche Natur ist keines Leidens enthoben, empfindet Beklemmung vor diesem Tod. Wie fühlt man sich da?

Erlöst und getauft hin oder her - mit der Wunde des Bösen stehen wir noch immer mit einem Bein in der Menge. Kreuzige ihn! Jede Sünde, der wir erliegen, so oft und Tag um Tag, ist eine Entscheidung gegen das Angebot des Herrn. Zeugt davon, daß wir etwas anderes erwarten, daß uns etwas anderes lieber wäre, als Jesus uns anbietet. Wir würden natürlich nie in den Ruf "Kreuzige ihn" einstimmen, aber faktisch bringen wir den Kelch zum Überlaufen - jenen Kelch, den hinwegzunehmen Jesus seinen Vater bat. Wie müßig, wie überflüßig ist daher die Frage, wer Schuld trägt am Tod Jesu, die Juden oder die Römer? "Ach, meine Sünden haben Dich geschlagen ..."

Jeder hat ja so seine Erwartungen. Die Stunde eines Prozesses ist immer auch eine Stunde der Rechenschaft. Jeder macht sich sein Bild von der Lage, auch der Angeklagte. Wäre Jesus nur Mensch wie wir, in allem uns gleich ohne Ausnahme, so wollte ich nicht wissen, was er sich von den Menschen in diesem Augenblick noch erwartet  ... von uns ... von mir ... von dir.

Herr Jesus Christus -

angeklagt stehst Du vor dem Richter.
Schuldlos nimmst Du 
ein grausames Urteil auf Dich
um meinetwegen,
um meiner Erlösung willen und
für das Heil dieser Welt.
Du gehst einen harten Weg,
den Weg des Kreuzes.
Er ist Realität, schmerzverzerrt.
Du erträgst das - aus unermeßlicher Liebe.
Um dieser Liebe willen
bitte ich dich:
Wenn ich angeklagt vor Dich
als meinen Richter trete
mit meiner Schuld, 
so laß mich trotz allem
in der Erwartung dieser Liebe stehen, 
auch wenn ich
Deine Erwartungen
immer wieder
enttäuscht habe.

Amen.


Klara von Assisi, die neue Frau

IV. Fedeli a Chiara nel nostro Tempo - Treue zu Klara in unserer Zeit

Taizé

Lichterfeier vom 24.3.2012

Exertitien letzter Tag

Betrachtung um Liebe zu erlangen

Freitag, 9. März 2012

Lobpreis am Abend

Der Song verfolgt mich schon seit Tagen, die Kiddies rocken :)

Klara von Assisi, die neue Frau

Reife Ausgeglichenheit

Religionsfreiheit

Franziskus...

und der Sultan

Lobpreis von Früher

Exertitien 2. Woche Tag 6

Diese Woche soll es darum gehen, die verschiedenen Regeln zu betrachten und Gott, unseren Herrn um Erkenntnis zu bitten und mir dazu passende Situationen ins Gedächtnis zu bringen. Abends dann die Reflexion, das Gespräch und die Notizen, wie gehabt. Auch weiterhin die tägliche Erforschung.

Dienstag, 6. März 2012

Schöne Kirchen

entdeckt bei Predigtgarten Thx!

Klara von Assisi, die neue Frau

Die junge Klara in ihrer familiären und kulturellen Umgebung

Mehr Lobpreis

Mehr Lobpreis

Lobpreis am Morgen

Exertitien 2. Woche Tag 3

Diese Woche soll es darum gehen, die verschiedenen Regeln zu betrachten und Gott, unseren Herrn um Erkenntnis zu bitten und mir dazu passende Situationen ins Gedächtnis zu bringen. Abends dann die Reflexion, das Gespräch und die Notizen, wie gehabt. Auch weiterhin die tägliche Erforschung.

Montag, 5. März 2012

Klara von Assisi, die neue Frau



I. Madonna Chiara - Frau Klara

Exertitien 2. Woche Tag 2

Diese Woche soll es darum gehen, die verschiedenen Regeln zu betrachten und Gott, unseren Herrn um Erkenntnis zu bitten und mir dazu passende Situationen ins Gedächtnis zu bringen. Abends dann die Reflexion, das Gespräch und die Notizen, wie gehabt. Auch weiterhin die tägliche Erforschung.

Freitag, 2. März 2012

Exerzitien

Nach erneuter Betrachtung folgen diesmal drei Gespräche

1. Zu unserer Herrin, damit sie mir von ihrem Sohn und Herrn Gnade für drei Dinge erlange:

- Damit ich innere Erkenntnis meiner Sünden und Abscheu vor ihnen verspüre.

- Damit ich die Unordnung meiner Betätigung verspüre, damit ich sie verabscheuend mich bessere und mich ordne.

- Erkenntnis der Welt erbitten, damit ich sie verabscheuend die weltlichen und eitlen Dinge von mir absondere.

Und hierzu ein Ave Maria.

2. Wiederum das gleiche zum Sohn, damit er es mir vom Vater erlange. Und hierzu das Seele Christi.

3. Wiederum das gleiche zum Vater, damit der ewige Herr es mir gewähre. Und hierzu ein Vaterunser.

Lovefield

Schönes Wochenende Lied

Exerzitien 7. Tag

Nach dem Vorbereitungsgebet und den zwei Hinführungen soll sie darin bestehen, die Übung zu wiederholen, von der aufeinanderfolge der Sünden (nämlich alle Sünden des Lebens ins Gedächtnis bringen, indem ich Jahr für Jahr oder Zeit für Zeit schaue/ Tag 4), indem ich auf die Punkte merke und bei ihnen innehalte, wo ich Tröstung oder Trostlosigkeit oder größeres geistliches Verspüren erfahren habe.